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Opfermanngasse 1

Fakten

Opfermanngasse 1

Opfermanngasse 1, 1160 Wien

Baujahr: 1998-1999

Wohnungen: 21

Weitere Adressen

Kendlerstraße 43, 1160 Wien

Wohnen in Wien

In den 1990er-Jahren konzentrierte sich die Stadt Wien neben geförderten Sanierungen hauptsächlich darauf, die Stadt im Nordosten und Süden zu erweitern (21.000 Wohnungen in vier Jahren). In enger Zusammenarbeit mit der Stadtplanung wurden großflächig Siedlungsgebiete erschlossen, so zum Beispiel der Leberberg in Simmering. Die Gemeindebauten, die nun für eine breitere Bevölkerungsschicht zugänglich sind, passen sich den modernen Bevölkerungsstrukturen an, indem sie flexible Wohnungen auch für Alleinerziehende, ältere Menschen und Alleinstehende bieten. Zudem sparen sie durch eine nachhaltige Bauweise Betriebskosten und Energie.

Geschichte

Diese Wohnhausanlage der Gemeinde Wien entstand in Zusammenhang mit der Verlängerung der U-Bahnlinie U3. Im Erdgeschoß befindet sich eine Garage, die auch als Puffer zu der direkt unter dem Haus durchführenden U-Bahn dient. Der Grundstücksankauf erfolgte bereits 1977, ein Gebäude wurde abgetragen, nachdem der Denkmalschutz aufgehoben worden war.

Die Architektur

Die frei stehende Wohnhausanlage in der Opfermanngasse 1 besteht aus zwei Bauteilen, deren unterschiedliche Nutzungen auch optisch ablesbar sind. Der der Opfermanngasse zugewandte würfelförmige Baukörper beherbergt auf vier Geschoßen Büro- und Geschäftsflächen, die Fassade wird über das fünfte Geschoß als Blendgiebel mit jeweils drei länglichen Öffnungen an allen drei Seiten weitergeführt. Direkt an diesen Baukörper schließt ein Wohntrakt an, der nun über fünf Geschoße reicht. Während die Putzfassade des Bürotraktes durch Fensterbänder stark horizontal gegliedert ist, löst sich die Fassade des Wohntraktes in der Kendlerstraße ab dem dritten Geschoß in verglasten Veranden auf; im letzten Geschoß schließen sie sogar mit einem Glasdach ab. Das Fensterband des ersten Obergeschoßes setzt sich entlang der ganzen Fassadenlänge fort und hält die beiden Bauteile optisch zusammen. Die Sockelzone ist von großflächigen Öffnungen für Stiegeneingang, Geschäftslokale und Garage durchbrochen und nimmt das abfallende Gelände auf. Die rückwärtige Fassade ist als schlichte Lochfassade ausgebildet und vom Bürotrakt durch eine Loggienreihe abgegrenzt; oberen Abschluss bildet ein bekiestes Flachdach.

Der Name

Die Opfermanngasse wurde 1983 nach einer alteingesessenen Weinhauer- und Gastwirtfamilie benannt. Diese war maßgeblich an der Entwicklung Ottakrings beteiligt.

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