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Müllnermaisgasse 11

Fakten

Müllnermaisgasse 11

Müllnermaisgasse 11, 1220 Wien

Baujahr: 1997-1999

Wohnungen: 89

Architekt: Georg W. Reinberg

Weitere Adressen

Wulzendorfstraße 92-94, 1220 Wien

Wohnen in Wien

In den 1990er-Jahren konzentrierte sich die Stadt Wien neben geförderten Sanierungen hauptsächlich darauf, die Stadt im Nordosten und Süden zu erweitern (21.000 Wohnungen in vier Jahren). In enger Zusammenarbeit mit der Stadtplanung wurden großflächig Siedlungsgebiete erschlossen, so zum Beispiel der Leberberg in Simmering. Die Gemeindebauten, die nun für eine breitere Bevölkerungsschicht zugänglich sind, passen sich den modernen Bevölkerungsstrukturen an, indem sie flexible Wohnungen auch für Alleinerziehende, ältere Menschen und Alleinstehende bieten. Zudem sparen sie durch eine nachhaltige Bauweise Betriebskosten und Energie.

Geschichte

Das Areal der Ende der 1990er-Jahre errichteten Wohnhausanlage war bis Baubeginn unverbaut und ist Teil eines größeren Stadterweiterungsgebietes. Der ökologische Sozialwohnbau liegt nahe dem südlich davon bestehenden Erholungsgebiet Donauauen, südöstlich der Anlage befinden sich ein kleiner Park und eine Siedlung aus der Zwischenkriegszeit, im Norden an der Wulzendorfstraße sind fünf- beziehungsweise sechsgeschoßige Wohnbauten situiert. "Aspern an der Sonne" gehört zu den engagiertesten ökologischen Wohnbauprojekten der Gemeinde Wien.

Die Architektur

Die Wohnhausanlage "Aspern an der Sonne" von Georg W. Reinberg setzt sich aus drei verschiedenen Bautypen zusammen, die um die platzartig erweiterte Müllnermaisgasse angelegt sind. Die zweigeschoßige Reihenbebauung beherbergt 34 Wohneinheiten im Süden, wird westlich von freistehenden Wohnhäusern mit Geschoßwohnungen und nördlich gegen die Wulzendorfstraße von einem fünfgeschoßigen Laubenganghaus mit 47 Wohneinheiten riegelartig abgeschlossen. Sämtliche Bauten der Siedlung sind nach Süden zur Sonne orientiert, um die passive Solarnutzung zu optimieren. Die abgeschrägten Dächer der Wohnbauten vermeiden eine Beschattung der jeweils nördlich liegenden Häuser. Die Wohnungen sind von Norden nach Süden thermisch zoniert, das heißt alle Serviceräume liegen nach Norden, wohingegen die Wohnräume nach Süden orientiert sind. Jede Reihenhauswohnung verfügt über einen Wintergarten, sämtliche Wohneinheiten im Laubenganghaus haben Balkone.

Der Name

Der Straßenzug trägt seit 1922 den Namen "Müllnermaisgasse". Er ist von dem alten Flurnamen abgeleitet, der sich auf die ehemaligen Felder der Schiffmüller bezog.
Der Name "Aspern an der Sonne" ist eine Versinnbildlichung der Nutzung der Solarenergie im sozialen Wohnbau sowie des hohen Stellenwerts der Sonne für diese Architektur im Stadtteil Aspern.

Architekten

Georg W. Reinberg - Georg Wolfgang Reinberg, geboren 1950, studierte Architektur an der Technischen Hochschule Wien und in Syracuse, New York. Seit 1982 ist er als selbstständiger Architekt tätig. 1984 Gründung der ARGE Architekten Reinberg-Treberspurg, seit 1997 Gastprofessor für Solararchitektur an der Donauuniversität Krems. 1991 erhielt Georg W. Reinberg den "Österreichischen Ökopreis für Architektur". Zu seinen bedeutendsten Projekten gehören das Wohnprojekt Purkersdorf (1986/87, gemeinsam mit Martin Treberspurg), das Wohnhaus Sagedergasse in Wien 12 (1997/98) sowie die Wohnhausanlage "Aspern an der Sonne" in Wien 22 aus den Jahren 1997 - 1999.

Freie Garagenplätze

Art Miete
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