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Khekgasse 41

Fakten

Khekgasse 41

Khekgasse 41, 1230 Wien

Baujahr: 1966-1967

Wohnungen: 15

Architekt: Rudolf Dinner

Wohnen in Wien

In den 1960er-Jahren nahm der Wohnbau in Wien bis hin zum Wohnungsbauboom der 1970er-Jahre kontinuierlich zu. Die Grundlage dafür bildeten 1961 ein städtebauliches Konzept und ein Generalverkehrsplan von Roland Rainer. Der geplante U-Bahn-Bau sowie die Erschließung bisheriger Randgebiete nördlich der Donau förderten diese Entwicklung. Besonders am südlichen und östlichen Stadtrand gab es Grundstücke zu günstigen Preisen, auf denen neue große Wohnviertel geschaffen wurden. Die neue Fertigteilbauweise mit vorgefertigten Betonelementen erlaubte es, in kurzer Zeit ganze Stadtteile neu zu errichten.

Geschichte

Das Wohnhaus an der Khekgasse wurde in den Jahren 1966 - 1967 nach Plänen des Architekten Rudolf Dinner nahe dem Liesinger Platz in Oberliesing errichtet. Dieser Teil des Bezirkes war schon im 9. Jahrhundert durch die Steg- oder Brückl-Mühle und im 19. Jahrhundert durch die hier ansässigen industriellen Unternehmungen, allen voran die Liesinger Brauerei, ökonomisch abgesichert und verfügte bereits 1871 über die seinerzeit neueste technische Errungenschaft der Gasbeleuchtung. Heute zeichnet sich der Bezirk vornehmlich durch teils erhaltene sezessionistische, zweigeschoßige Zinshäuser, moderne mehrgeschoßige Wohnhausanlagen sowie eine hohe Dichte an Schulen aus.

Die Architektur

Das kleine, L-förmige Wohnhaus auf regelmäßig rechteckigem Grundstück an der Ecke Khekgasse/Buckalgasse umfasst eine Stiege mit insgesamt 15 Wohnungen. Über einen Durchgang an der Khekgasse kommt man in den begrünten Innenhof, von dem aus man zu den mit südseitigen Balkonen ausgestatteten Wohnungen gelangt.

Der Bau folgt in seinem äußeren Erscheinungsbild den Gestaltungsprinzipien der 1960er-Jahre, hebt sich jedoch durch die ornamentfreie Fassade deutlich vom zeitgleichen Bau an der Khekgasse 45 - 47 - ebenfalls von Rudolf Dinner ausgeführt - ab. Neben vier PKW-Abstellplätzen, die in der Hofanlage an der Khekgasse 45 - 47 untergebracht sind, verfügt der kompakte Wohnbau über eine gut ausgebaute Verkehrsanbindung und Geschäfts-Infrastruktur.

Der Name

Die ehemalige Lange Gasse und Roseggergasse ist seit 1957 nach dem Bürgermeister von Liesing, Friedrich Khek (1874 - 1950), benannt.

Seit 1954 trägt die heutige Buckalgasse (vorher: Gebirgsgasse) ihren Namen nach dem Gemeinderat von Liesing, Ing. Rudolf Buckal (1863 - 1914), der sein gesamtes Vermögen der Feuerwehr und den Armen zur Verfügung stellte.

Prominente Bewohner

Zu den zahlreichen berühmten Bewohnern von Liesing gehört auch der Bildhauer Rudolf Schmidt (1894 - 1980), der das Kriegerdenkmal in Liesing schuf (1926, heute Liesinger Friedhof). Von seiner Hand stammt auch der bekannte Hannaken-Brunnen am Fuß der Stiegenanlage bei Maria am Gestade (1937) im ersten Wiener Gemeindebezirk.

Sanierung

von 2001 bis 2001

In der Wohnhausanlage wurden 2001 Fenster und Türen erneuert.

Architekten

Rudolf Dinner - Rudolf Dinner (geb. 1907) studierte ab 1945 an der Akademie der bildenden Künste bei Erich Boltenstern. Als Architekt entwarf er für die Gemeinde Wien vor allem im Zuge des Wiederaufbaus mehrere Wohnbauten, wie etwa die Wohnhäuser Linzer Straße 374 in Wien 14 (1958-1959) und Khekgasse 41 in Wien 23 (1966/67).

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