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Langobardenstraße 128

Fakten

Langobardenstraße 128

Langobardenstraße 128, 1220 Wien

Baujahr: 1994-1996

Wohnungen: 252

Weitere Adressen

Sandefjordgasse 1, 1220 Wien

Wohnen in Wien

In den 1990er-Jahren konzentrierte sich die Stadt Wien neben geförderten Sanierungen hauptsächlich darauf, die Stadt im Nordosten und Süden zu erweitern (21.000 Wohnungen in vier Jahren). In enger Zusammenarbeit mit der Stadtplanung wurden großflächig Siedlungsgebiete erschlossen, so zum Beispiel der Leberberg in Simmering. Die Gemeindebauten, die nun für eine breitere Bevölkerungsschicht zugänglich sind, passen sich den modernen Bevölkerungsstrukturen an, indem sie flexible Wohnungen auch für Alleinerziehende, ältere Menschen und Alleinstehende bieten. Zudem sparen sie durch eine nachhaltige Bauweise Betriebskosten und Energie.

Geschichte

Die Baubewilligung für die Wohnhausanlage wurde im November 1992 erteilt. Die Benützungsbewilligung aus dem Jahr 1996 umfasst 255 Wohnungen auf 22 Stiegen, ein Kindertagesheim mit sechs Gruppen, ein Eltern-Kind-Zentrum, einen Hebammenstützpunkt, eine Ordination, ein Polizeiwachzimmer, einen Stützpunkt der MA 48 sowie ein Geschäftslokal. Die Anlage verfügt über eine Tiefgarage mit 260 Stellplätzen.

Die Architektur

Die auf einem dreieckigen Grundstück errichtete Wohnhausanlage von Diether S. Hoppe und Heinrich Eidenböck setzt sich aus einem langen Riegel entlang der Langobardenstraße, einem direkt daran anschließenden, etwas kürzeren Trakt entlang der Sandefjordgasse und einer reihenhausartigen Zeile mit anschließendem Kindertagesheim zusammen. Die Zeilenverbauung ist durch eine Pergola und einen Gehweg von den höheren Bauteilen getrennt. Während sich der Wohnbau gegen die begrünten Hofbereiche mit Balkonen und Loggien öffnet, ist die lange Fassade gegen die Langobardenstraße blockhaft und beinahe abweisend gestaltet. Sie wird lediglich durch zweiachsige, viergeschoßige Erker gegliedert, deren Fronten lamellenartig verkleidet sind. Die Erker sind torbogenartig geformt und stehen winkelig zur Wandfläche. Besondere Akzente setzen die zwei extrem spitz zulaufenden, markanten Ecklösungen sowie eine Beton-Holz-Pergola, die den durch die Siedlung führenden Diagonalweg überspannt.

Der Name

Die Langobardenstraße, ehemals Grenzstraße bzw. Stadlauer Straße, trägt ihren heutigen Namen seit dem Jahr 1910. Sie wurde nach dem Volksstamm der Langobarden benannt.

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