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Wagramer Straße 162

Fakten

Wagramer Straße 162

Wagramer Straße 162, 1220 Wien

Baujahr: 1980-1982

Wohnungen: 44

Architekt: Bernd Neubauer

Weitere Adressen

Am langen Felde 1, 1220 Wien

Wohnen in Wien

Ab den 1980er-Jahren bestimmte ein neuer Stadtentwicklungsplan die Wohnhaussanierung. Der 1984 gegründete Wiener Bodenbereitstellungs- und Stadterneuerungsfonds und das Wohnhaussanierungsgesetz 1985 ergänzten die optimalen Voraussetzungen für eine sanfte Stadterneuerung. 36 Prozent der Sanierungsgelder flossen in Gemeindebauten, sodass die berühmtesten Gemeindebauten aus der Zwischenkriegszeit saniert werden konnten, wie z. B. der Karl-Marx-Hof, der George-Washington-Hof oder der Rabenhof. Für Neubauten wurde durch Wettbewerbe eine qualitativ hochwertige und individuelle Architektur sichergestellt, wie das Beispiel Hundertwasserhaus zeigt.

Geschichte

n unmittelbarer Nähe des Wohnbaus befindet sich der Kagraner Platz, der das einstige Zentrum der ehemaligen Ortschaft Kagran darstellte. Der Wohnbau liegt an der Wagramer Straße, die von der alten Donau über den Kagraner Platz in Richtung Marchfeld führt. Um die Jahrhundertwende beschränkte sich die Verbauung der Wagramer Straße vor allem auf das Gebiet nahe dem Kagraner Platz. Im Zuge der städtebaulichen Erschließung im Norden wurde in den 1980er-Jahren die betreffende Anlage im Anschluss an einen bereits vorhandenen Wohnbau errichtet.

Die Architektur

Der Wohnbau verläuft über einem U-förmigen Grundriss und setzt sich aus drei rechteckigen Wohntrakten zusammen. An den beiden Schnittstellen der drei Bauteile sind Durchgänge angeordnet, über die der Innenhof und die Stiegenhäuser zugänglich sind. Der Bereich zwischen den Bauten ist als nach Osten offener Gartenhof angelegt und wird von Spielplätzen und Grünflächen eingenommen. Die Anlage verfügt über vier Geschoße und fällt vor allem durch die plastische Gliederung der Fassade auf. Im Erdgeschoß ist ein ebenerdiger Bauteil an die Straßenfront angefügt, in dem ein Geschäftslokal untergebracht ist. Die Fassade gliedert sich durchwegs in Fensterachsen, wobei die Öffnungen scharf in die glatte Wandfläche eingeschnitten sind. Die beiden Schauseiten, die in Richtung Süden und Norden weisen, sind mit mehreren ausladenden Balkonachsen ausgestattet. Im Hofbereich hat man auf Balkone verzichtet, stattdessen wird die Gliederung der Fassade durch risalitartige Vorsprünge, die immer zwei Achsen miteinander verbinden, ergänzt. Ein breites Gesimsband und ein Flachdach schließen den Wohnbau nach oben ab und betonen die horizontale Ausrichtung.

Der Name

Die Straße, in der der Wohnbau steht, trug um 1830 den Namen Hollitscher Straße und wurde später in Kagraner Straße und Leopoldauer Straße umbenannt. Danach wurde sie unter dem Namen Kagraner Reichsstraße und Süßenbrunner Straße geführt. Seit 1910 ist sie nach dem Ort Wagram in Niederösterreich, in dessen Richtung die Straße verläuft, benannt.

Sanierung

von 1998 bis 1998

In der Wohnhausanlage wurden 1998 Fenster und Türen erneuert. Außerdem wurde die Anlage an die Fernwärme Wien angeschlossen.

Architekten

Bernd Neubauer - Bernd Neubauer (geb. 1944) studierte an der Technischen Universität in Wien (1963-1969) und war danach Mitarbeiter im Büro von Georg Lippert. Seit 1975 ist er als selbständiger Architekt vor allem in Niederösterreich aktiv. Sein Tätigkeitsschwerpunkt liegt im Bereich des Baus von Ein- und Mehrfamilienhäusern. Die Wohnhausanlage Huttengasse 2-4 in Wien 14 ist sein einziger Bau für die Gemeinde Wien.

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