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Spargelfeldstraße 194-198

Fakten

Spargelfeldstraße 194-198

Spargelfeldstraße 194-198, 1220 Wien

Baujahr: 1964-1965

Wohnungen: 36

Architekt: Wenzl - Hartl

Wohnen in Wien

In den 1960er-Jahren nahm der Wohnbau in Wien bis hin zum Wohnungsbauboom der 1970er-Jahre kontinuierlich zu. Die Grundlage dafür bildeten 1961 ein städtebauliches Konzept und ein Generalverkehrsplan von Roland Rainer. Der geplante U-Bahn-Bau sowie die Erschließung bisheriger Randgebiete nördlich der Donau förderten diese Entwicklung. Besonders am südlichen und östlichen Stadtrand gab es Grundstücke zu günstigen Preisen, auf denen neue große Wohnviertel geschaffen wurden. Die neue Fertigteilbauweise mit vorgefertigten Betonelementen erlaubte es, in kurzer Zeit ganze Stadtteile neu zu errichten.

Geschichte

In der Umgebung des heutigen Wohnbaus gab es um die Jahrhundertwende vor allem unverbaute Ackerflächen und Flure; noch heute ist der ländliche Charakter teilweise erhalten. Der einstige Ortskern der ehemaligen Gemeinde Breitenlee befindet sich östlich der Wohnhausanlage. In den 1930er-Jahren wurde zwischen der Spargelfeldstraße und der Ziegelhofstraße eine weitläufige Stadtrandsiedlung errichtet. Mit dem Bau der betreffenden Wohnhausanlage setzte man nach dem Zweiten Weltkrieg die bauliche Erschließung des Gebietes fort.

Die Architektur

Der Wohnbau liegt direkt an der Spargelfeldstraße, westlich der Breitenleer Straße. Die Anlage besteht aus drei autonomen Bauteilen, die sich von der Spargelfeldstraße in Richtung Osten erstrecken. Die Gebäude stehen auf einem rechteckigen Grundriss und sind parallel zueinander angeordnet. Der Wohnbau wurde mit zwei Geschoßen relativ niedrig angelegt und fügt sich daher gut in die umliegende Verbauung ein. In der nahen Umgebung gibt es vor allem ein- bis zweigeschoßige Reihen- und Einfamilienhäuser, die den dörflichen Charakter prägen. Die betreffende Anlage besticht vor allem aufgrund der schlichten und zurückhaltenden Gestaltung. Die Fassade gliedert sich in Fensterachsen mit Öffnungen, die scharf in die glatte Wandfläche eingeschnitten sind. Die Stiegenaufgänge liegen an der Nordseite des jeweiligen Wohntraktes und werden von einer farbig gefassten Mauerfläche betont. Ein durchlaufender Weg führt zu den einzelnen Stiegen und zwischen den Bauteilen sind offene Grünflächen angelegt.

Der Name

Die Straße, in der der Wohnbau steht, wurde ursprünglich als Feldgasse bezeichnet. Seit 1909 trägt sie den Namen Spargelfeldstraße, der an die alte Flurbezeichnung erinnern soll.

Sanierung

von 1992 bis 1994

Die Wohnhausanlage wurde in den Jahren 1992 bis 1994 saniert. Neben der Erneuerung der Fenster und Türen wurde die Fassade mit einem Wärmedämmverbundsystem versehen. Dadurch konnten die Heizkosten für die Mieterinnen und Mieter, aber auch die Kohlendioxid-Belastung für die Umwelt gesenkt werden. Außerdem wurde die Anlage an die Fernwärme Wien angeschlossen.

Architekten

Wenzl - Hartl - Holzkonstruktions- und Baugesellschaft

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