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Stallarngasse 34-40

Fakten

Stallarngasse 34-40

Stallarngasse 34-40, 1220 Wien

Baujahr: 1964-1965

Wohnungen: 24

Architekt: Wenzl - Hartl

Weitere Adressen

Baschgasse 23, 1220 Wien

Wohnen in Wien

In den 1960er-Jahren nahm der Wohnbau in Wien bis hin zum Wohnungsbauboom der 1970er-Jahre kontinuierlich zu. Die Grundlage dafür bildeten 1961 ein städtebauliches Konzept und ein Generalverkehrsplan von Roland Rainer. Der geplante U-Bahn-Bau sowie die Erschließung bisheriger Randgebiete nördlich der Donau förderten diese Entwicklung. Besonders am südlichen und östlichen Stadtrand gab es Grundstücke zu günstigen Preisen, auf denen neue große Wohnviertel geschaffen wurden. Die neue Fertigteilbauweise mit vorgefertigten Betonelementen erlaubte es, in kurzer Zeit ganze Stadtteile neu zu errichten.

Geschichte

Der Wohnbau liegt im nördlichsten Teil des Bezirkes Donaustadt, der im Süden an Kagran und Breitenlee und im Norden an Niederösterreich angrenzt. In der nahen Umgebung gab es um die Jahrhundertwende vor allem unverbaute Ackerflächen, im Osten verlief die Flur "Alte Neurisse". Das einstige Ortszentrum der ehemaligen Gemeinde Süßenbrunn liegt südöstlich der Wohnhausanlage. Im Anschluss an die Station der Nordbahn wurde die Siedlung Neu-Süßenbrunn angelegt, wo der Wohnbau in den 1960er-Jahren auf einem ehemaligen Acker errichtet wurde.

Die Architektur

Der Wohnbau aus den 1960er-Jahren befindet sich auf einem rechteckigen Areal zwischen der Stallarngasse und der Grünbaumgasse. Die Anlage besteht aus drei autonomen Bauteilen, wobei der größte Wohntrakt entlang der Stallarngasse verläuft. Im Norden und im Süden schließen zwei kleinere Bauteile an das langgestreckte Gebäude an. Die Wohnhausanlage ist der zweite Teil einer Verbauung, die kurz davor mit einem Gebäude entlang der Grünbaumgasse begonnen worden war. Die Anlage ist mit zwei Geschoßen relativ niedrig angelegt und passt sich daher gut dem umliegenden Straßenbild an. In der nahen Umgebung gibt es vor allem ebenerdige und zweigeschossige Reihenhäuser, die den dörflichen Charakter der Gegend prägen. Beide Anlagen vermitteln einen einheitlichen Gesamteindruck und bestechen durch die schlichte Gestaltungsweise. Die Fassade gliedert sich in Fensterachsen mit Öffnungen, die knapp in die glatte Wandfläche eingeschnitten sind. Der Platz zwischen den beiden Wohnhausanlagen ist als nach zwei Seiten offener Innenhof angelegt, der mit begrünten Flächen und Sitzmöglichkeiten ausgestattet ist. Die Stiegenaufgänge der einzelnen Baukörper sind durchwegs über den gemeinsamen Innenhof zugänglich.

Der Name

Die Gasse, in der der Wohnbau steht, ist nach einer ehemaligen Siedlung nordöstlich von Süßenbrunn benannt. Die Ortschaft Stallarn wurde im 12. Jahrhundert erstmals erwähnt und umfasste an die 45 Häuser. Der Straßenname und ein Flurname erinnern heute an die einstige Siedlung, die im 15. Jahrhundert verödete.

Sanierung

von 2000 bis 2000

Die Wohnhausanlage wurde im Jahr 2000 saniert. Neben der Erneuerung der Fenster und Türen wurde die Fassade mit einem Wärmedämmverbundsystem versehen. Dadurch konnten die Heizkosten für die Mieterinnen und Mieter, aber auch die Kohlendioxid-Belastung für die Umwelt gesenkt werden. Die Kosten beliefen sich auf 311.900 Euro, davon konnten 50.840 Euro durch Förderungen gedeckt werden.

Architekten

Wenzl - Hartl - Holzkonstruktions- und Baugesellschaft

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