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Baschgasse 21

Fakten

Baschgasse 21

Baschgasse 21, 1220 Wien

Baujahr: 1964-1965

Wohnungen: 12

Architekt: Wenzl - Hartl

Weitere Adressen

Stallarngasse 2, 1220 Wien

Wohnen in Wien

In den 1960er-Jahren nahm der Wohnbau in Wien bis hin zum Wohnungsbauboom der 1970er-Jahre kontinuierlich zu. Die Grundlage dafür bildeten 1961 ein städtebauliches Konzept und ein Generalverkehrsplan von Roland Rainer. Der geplante U-Bahn-Bau sowie die Erschließung bisheriger Randgebiete nördlich der Donau förderten diese Entwicklung. Besonders am südlichen und östlichen Stadtrand gab es Grundstücke zu günstigen Preisen, auf denen neue große Wohnviertel geschaffen wurden. Die neue Fertigteilbauweise mit vorgefertigten Betonelementen erlaubte es, in kurzer Zeit ganze Stadtteile neu zu errichten.

Geschichte

Der Wohnbau liegt im nördlichsten Teil des Bezirkes Donaustadt, der im Süden an Kagran und Breitenlee und im Norden an Niederösterreich grenzt. In der nahen Umgebung gab es um die Jahrhundertwende vor allem unverbaute Ackerflächen, im Osten verlief die Flur "Alte Neurisse". Das einstige Ortszentrum der ehemaligen Gemeinde Süßenbrunn liegt südöstlich der Wohnhausanlage. Im Anschluss an die Station der Nordbahn wurde die Siedlung Neu-Süßenbrunn angelegt, wo der betreffende Wohnbau in den 1960er-Jahren auf einem ehemaligen Acker errichtet wurde.

Die Architektur

Die Anlage verläuft auf einem rechteckigen Grundriss parallel zur Grünbaumgasse und ist von der Baschgasse aus gesehen nach hinten versetzt. Das Gebäude stellt den ersten Bauteil einer Anlage dar, die wenig später um einen weiteren Teil entlang der Stallarngasse erweitert wurde. Der Wohnbau ist mit zwei Geschoßen relativ niedrig angelegt und passt sich dadurch gut dem umliegenden Straßenbild an. In der nahen Umgebung gibt es vor allem ebenerdige und zweigeschoßige Reihenhäuser, die den dörflichen Charakter der Gegend prägen. Beide Anlagen zeichnen sich durch ihre einfache Gestaltung aus und vermitteln einen einheitlichen Gesamteindruck. Die Fassade gliedert sich in zahlreiche Fensterachsen, wobei die Öffnungen scharf in die glatte Wandfläche eingeschnitten sind. Zwischen den beiden Wohnblöcken liegt ein offener Innenhof, der mit kleinen Grünflächen und Sitzmöglichkeiten ausgestattet ist. Die Stiegenaufgänge befinden sich an der Ostseite und sind über den gemeinsamen Hof zugänglich.

Der Name

Die Baschgasse hieß ursprünglich Durchlaufgasse. Seit 1955 ist sie nach dem Arzt Prof. Dr. Samuel Siegfried Basch (1873-1905) benannt, der um 1866 der Leibarzt von Maximilian von Mexico war. Er galt als Spezialist auf dem Gebiet der Bakteriologie und experimentellen Pathologie und erhielt 1900 eine ordentliche Professur in Wien.

Sanierung

von 1999 bis 2000

Die Wohnhausanlage wurde in den Jahren 1999 und 2000 saniert. Neben der Erneuerung der Fenster und Türen wurde die Fassade mit einem Wärmedämmverbundsystem versehen. Dadurch konnten die Heizkosten für die Mieterinnen und Mieter, aber auch die Kohlendioxid-Belastung für die Umwelt gesenkt werden.

Architekten

Wenzl - Hartl - Holzkonstruktions- und Baugesellschaft

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