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Mühlschüttelgasse 7-11

Fakten

Mühlschüttelgasse 7-11

Mühlschüttelgasse 7-11, 1210 Wien

Baujahr: 1969-1971

Wohnungen: 54

Architekt: unbekannt unbekannt

Wohnen in Wien

In den 1960er-Jahren nahm der Wohnbau in Wien bis hin zum Wohnungsbauboom der 1970er-Jahre kontinuierlich zu. Die Grundlage dafür bildeten 1961 ein städtebauliches Konzept und ein Generalverkehrsplan von Roland Rainer. Der geplante U-Bahn-Bau sowie die Erschließung bisheriger Randgebiete nördlich der Donau förderten diese Entwicklung. Besonders am südlichen und östlichen Stadtrand gab es Grundstücke zu günstigen Preisen, auf denen neue große Wohnviertel geschaffen wurden. Die neue Fertigteilbauweise mit vorgefertigten Betonelementen erlaubte es, in kurzer Zeit ganze Stadtteile neu zu errichten.

Geschichte

Bis zur großen Donauregulierung (1870-1875) floss die Donau in weit verzweigten Armen, immer wieder gab es schwere Hochwasserschäden. Die Ortschaft Mühlschüttel war ursprünglich eine eigene Insel, auf der sich zahlreiche Schiffmüller mit ihren Booten niedergelassen hatten. Im Zuge der Donauregulierung wurde der Hauptarm des Flusses zum stehenden Gewässer und erhielt den Namen "Alte Donau". Im Bereich der heutigen Mühlschüttelgasse befand sich vor der Regulierung der südliche Uferbereich der ehemaligen Insel Mühlschüttel. Aufgrund der ständigen Hochwasser erfolgte der Großteil der Bebauung erst gegen Ende des 20. Jahrhunderts.

Die Architektur

Der Wohnbau liegt in der Mühlschüttelgasse und erstreckt sich über einen rechteckigen Grundriss. Die breit angelegte Hauptfassade mit dem Eingang zum Hof ist parallel zur Mühlschüttelgasse angelegt und weist in Richtung Alte Donau. Das Gebäude fällt vor allem durch seine schlichte und zurückhaltende Gestaltung auf. Die Anlage verfügt über fünf Geschoße und wird nach oben hin von einem Flachdach abgeschlossen. Die gleichmäßige Gliederung der Fensterreihen sorgt für einen einheitlichen Gesamteindruck. Eine Auflockerung erfährt die einfache Fassade des Wohnbaus durch zwei Achsen, die mit Balkonen versehen sind.

Der Name

Die Gasse, in der die Wohnanlage steht, ist seit 1901 nach der Ortschaft Mühlschüttel benannt. Dabei handelte es sich um einen angeschütteten Grund, an dem sich Schiffmüller angesiedelt hatten. Zwischen 1875 und 1904 war die Ortschaft Mühlschüttel als eigene Gemeinde eingetragen.

Sanierung

von 1998 bis 2000

Die Wohnhausanlage wurde in den Jahren 1998 bis 2000 saniert. Durch die Erneuerung der Fenster und Türen sowie durch das Wärmedämmverbundsystem für die Fassade konnten die Heizkosten für die Mieterinnen und Mieter, aber auch die Kohlendioxid-Belastung für die Umwelt gesenkt werden. Außerdem wurde das Haus an die Fernwärme Wien angeschlossen.

Architekten

unbekannt unbekannt -

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