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Ruthnergasse 56-60

Fakten

Ruthnergasse 56-60

Ruthnergasse 56-60, 1210 Wien

Baujahr: 1969-1970

Wohnungen: 551

Wohnen in Wien

In den 1960er-Jahren nahm der Wohnbau in Wien bis hin zum Wohnungsbauboom der 1970er-Jahre kontinuierlich zu. Die Grundlage dafür bildeten 1961 ein städtebauliches Konzept und ein Generalverkehrsplan von Roland Rainer. Der geplante U-Bahn-Bau sowie die Erschließung bisheriger Randgebiete nördlich der Donau förderten diese Entwicklung. Besonders am südlichen und östlichen Stadtrand gab es Grundstücke zu günstigen Preisen, auf denen neue große Wohnviertel geschaffen wurden. Die neue Fertigteilbauweise mit vorgefertigten Betonelementen erlaubte es, in kurzer Zeit ganze Stadtteile neu zu errichten.

Geschichte

In der Umgebung des heutigen Wohnbaus gab es um die Jahrhundertwende vor allem unverbaute landwirtschaftliche Nutzflächen. Östlich der Anlage wurde um 1900 eine Maschinenfabrik der Firma Siemens in Betrieb genommen. In der Zwischenkriegszeit wurden zwischen der Brünner Straße und dem heutigen Wohnbau mehrere Wohnanlagen und Arbeiterwohnhäuser errichtet.

Die Architektur

Die Wohnhausanlage schließt im Osten an eine weitläufige Wohnsiedlung in der Siemensstraße an. Sie besteht aus mehreren Blöcken und ist in drei mehr oder weniger lose Einheiten unterteilt. Die erste Einheit besteht aus zwei L-förmigen Bauteilen, wobei immer zwei Abschnitte parallel zueinander stehen. In der zweiten Einheit wird dieses Motiv wiederholt und kommt gleich zweimal zum Einsatz. Der letzte Bauteil verläuft auf einem L-förmigen Grundriss. Der Wohnbau besticht vor allem durch seine schlichte Gestaltung und zurückhaltende Gliederung. Die monumentale Wirkung der sechsgeschoßigen Hauptfronten wird durch lediglich vier Geschoße an den Hofseiten ausgeglichen. Die Fassaden gliedern sich in Fensterachsen sowie im Bereich des Hofes in Fenster- und Balkonachsen. Verglaste Flächen und risalitartige Bauteile betonen die einzelnen Stiegenhäuser.

Der Name

Die Ruthnergasse hieß ursprünglich Grenzgasse. Seit 1909 ist sie nach der Familie Ruthner benannt. Johann Georg Ruthner d. Ä. (1769-1831) und sein Sohn Johann Georg (1816-1853) waren in Leopoldau als Lehrer und Pädagogen tätig.

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