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Treustraße 61-69

Fakten

Treustraße 61-69

Treustraße 61-69, 1200 Wien

Baujahr: 1956-1958

Wohnungen: 272

Weitere Adressen

Brigittenauer Lände 72-78, 1200 Wien

Wohnen in Wien

In den 1950er-Jahren ging es vor allem darum, Zerstörtes wieder aufzubauen und viele neue Wohnungen zu errichten. In den kommunalen Wohnbauten dieser Zeit finden sich die ersten Ansätze der sich später durchsetzenden Zeilenbauweise, die bis heute die großen Vorstadtsiedlungen prägt. Die Wohnbauten wurden größer, höher und waren verstärkt in Blockform gestaltet. Das Flachdach setzte sich durch. Alle neu gebauten Wohnungen waren mit Badezimmern und WC ausgestattet und die Mindestgröße wurde von 42 auf 55 Quadratmeter angehoben.

Geschichte

Im Generalstadtplan für Wien von 1912 war auf dem Grundstück des heutigen Gemeindebaus in der Treustraße 61-69 ein Marktplatz projektiert. Wie als Verweis auf diese geplante Nutzung wurden inmitten der Wohnhausanlage drei Kioske als Nebengebäude errichtet. Sie sind heute allerdings nicht mehr in Verwendung.

Die Architektur

Die Wohnhausanlage umfasst fünf Bauten in Zeilenbauweise mit insgesamt 15 Stiegen. Vier Baukörper sind parallel zueinander angeordnet, ein fünfter steht im rechten Winkel zu ihnen. Er ist über Balkone bzw. Loggien mit seinem Nachbargebäude verbunden, ein Durchgang erschließt den Hof. Entsprechend dem trapezförmigen Grundstück variiert die Länge der Zeilen zwischen 10 und 20 Fensterachsen, der lotrechte Baukörper ist mit 24 Fensterachsen am längsten. Alle Wohnhäuser sind sechs Geschoße hoch und schließen mit einem Satteldach ab, das an den Längsseiten auf einfachen Dachgesimsen auflagert. Eine bis drei Fensterachsen breite, farbig hervorgehobene Vorsprünge akzentuieren die glatten Putzfassaden vertikal. Zur gelungenen Auflockerung der nach Südosten orientierten Fassaden tragen außerdem die geschoßweise um jeweils zwei Fensterachsen versetzten Gitterbalkone bei. An den hinteren Fassaden befinden sich die Stiegeneingänge, die mit einem kurzen Vordach versehen sind und von Glasbausteinwänden flankiert werden. Die vertikale Erschließung ist wieder farbig hervorgehoben. Im Wortsinne "ein Detail am Rande" sind die zwei über die Gebäudeecke ragenden Balkone am Spitz Treustraße/Brigittenauer Lände.

Der Name

Die Treustraße wurde 1869 nach dem mehrfach amtierenden Bürgermeister von Wien (1528-1530, 1532/33, 1536/37) Wolfgang Treu (ca. 1488-1540) benannt. Der Ratsherr leitete mit Graf Salmdie 1529 die Verteidigung Wiens während der Ersten Türkenbelagerung. Eine andere Version verweist auf Anton Trey (gest. 1845) als Namensgeber. Dieser regte den Bau der Straßenverbindung vom Gaußplatz zur Pappenheimgasse an.

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