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Obkirchergasse 12-14

Fakten

Obkirchergasse 12-14

Obkirchergasse 12-14, 1190 Wien

Baujahr: 1990-1992

Wohnungen: 9

Architekt: Wiener Stadtbauamt, MA24, Gregor Pribek

Wohnen in Wien

In den 1990er-Jahren konzentrierte sich die Stadt Wien neben geförderten Sanierungen hauptsächlich darauf, die Stadt im Nordosten und Süden zu erweitern (21.000 Wohnungen in vier Jahren). In enger Zusammenarbeit mit der Stadtplanung wurden großflächig Siedlungsgebiete erschlossen, so zum Beispiel der Leberberg in Simmering. Die Gemeindebauten, die nun für eine breitere Bevölkerungsschicht zugänglich sind, passen sich den modernen Bevölkerungsstrukturen an, indem sie flexible Wohnungen auch für Alleinerziehende, ältere Menschen und Alleinstehende bieten. Zudem sparen sie durch eine nachhaltige Bauweise Betriebskosten und Energie.

Geschichte

In den 1920er-Jahren wurde in diesem gutbürgerlichen Umfeld der heute Karl-Mark-Hof benannte Gemeindebau errichtet. Nach dem Zweiten Weltkrieg sollten in der näheren Umgebung zahlreiche städtische Wohnhausanlagen realisiert werden, bis schließlich in den 1990er-Jahren im Zuge einer größeren Sanierung zwei kleine Häuser (Leidesdorfgasse 1 und Obkirchergasse 12-14) unmittelbar an die große Anlage angebaut wurden, die auch mit dem Karl-Mark-Hof gemeinsam den Gartenhof nutzen.

Die Architektur

Die Straßenfassade des Gebäudes sucht in der Baulinie und der Gesimshöhe den Anschluss an die beiden älteren angrenzenden Bauwerke, den Karl-Mark-Hof an der linken Grundgrenze und rechts ein gründerzeitliches Wohnhaus, dessen Fassadenschmuck jedoch nicht erhalten ist. In den drei Stockwerken zeigt sich die Frontgestaltung streng symmetrisch, so verlaufen die beiden äußersten Achsen mit je einem hochformatigen Fenster in der Linie der Nachbarbauten, während die zur Mitte hin nächsten Achsen durch französische Fenster charakterisiert sind und leicht schräg hervortreten, sodass die drei zentralen Fenster wiederum zurückspringen. Durch den mehrfärbigen Putz werden diese Gestaltungsprinzipien noch unterstrichen, so ist auch das Erdgeschoß farblich abgesetzt. Hier findet sich mittig die Haustür, welche von quadratischen, auf der Spitze stehenden Fenstern gerahmt ist. Die Symmetrie wurde in der Parterrezone dadurch unterbrochen, dass sich an der ganz rechten Grundgrenze ein Durchgang in den Innenhof findet, in dem die Fassade durch Balkontürme bestimmt wird, die im Erdgeschoß mit einer Pergola verbunden sind.

Der Name

Dieser Straßenzug wurde 1867 nach Peter Obkircher (1782-1869), dem damaligen Pfarrer von Döbling, benannt.

Sanierung

von 1994 bis 1998

In der Wohnhausanlage wurde in den Jahren 1994 bis 1998 eine Sockelsanierung durchgeführt. Die Gesamtkosten beliefen sich auf 11.384.000 Euro, davon konnten 9.257.945 Euro durch Förderungen gedeckt werden.

Architekten

Wiener Stadtbauamt, MA24 - -

Gregor Pribek - Gregor Pribek (geb. 1946) studierte von 1964 bis 1969 an der Technischen Universität Wien. Als selbständiger Ziviltechniker für Bauwesen setzte er für die Gemeinde Wien unter anderem die Entwürfe für die Wohnhäuser Arndtstraße 47-76 in Wien 12 (1997-1999) und Obkirchergasse 12-14 in Wien 19 (1990-1992) um.

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