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Budinskygasse 25-29

Fakten

Budinskygasse 25-29

Budinskygasse 25-29, 1190 Wien

Baujahr: 1967-1968

Wohnungen: 36

Architekt: Edith Lassmann

Weitere Adressen

Trautenauplatz 10, 1190 Wien

Wohnen in Wien

In den 1960er-Jahren nahm der Wohnbau in Wien bis hin zum Wohnungsbauboom der 1970er-Jahre kontinuierlich zu. Die Grundlage dafür bildeten 1961 ein städtebauliches Konzept und ein Generalverkehrsplan von Roland Rainer. Der geplante U-Bahn-Bau sowie die Erschließung bisheriger Randgebiete nördlich der Donau förderten diese Entwicklung. Besonders am südlichen und östlichen Stadtrand gab es Grundstücke zu günstigen Preisen, auf denen neue große Wohnviertel geschaffen wurden. Die neue Fertigteilbauweise erlaubte es, in kurzer Zeit ganze Stadtteile neu zu errichten.

Geschichte

Zwischen der Krottenbachstraße und der Sieveringer Straße sowie in den verbindenden Quergassen wurde nach dem Zweiten Weltkrieg bis in die 1970er-Jahre eine größere Anzahl von Gemeindebauten errichtet. Auf diese Weise entstand ein Viertel, das vorwiegend durch städtische Wohnhausanlagen geprägt ist. Dadurch lässt sich hier die Entwicklung dieser Architektur in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts gut nachvollziehen. Bei der Planung dieses Gemeindebaus wurden mehrere bis dahin unverbaute Parzellen zusammengelegt.

Die Architektur

Der dreistöckige Wohnblock Ecke Budinskygasse/Trautenauplatz steht auf einem länglichen Grundstück und ist auf allen Seiten mit einem umlaufenden Vorgarten umgeben. Dadurch ist das Gebäude ein Stück von der Straße zurückversetzt. An der Rückseite wurden anschließend an die Grünanlage Autoabstellplätze eingerichtet. Der Block besteht aus drei gekuppelten Häusern, die in Fertigteilbauweise errichtet wurden und von der Budinskygasse aus zu betreten sind. Als auffälligstes Gestaltungsmerkmal treten die Mosaikwandbilder von den schlichten Fassaden besonders hervor. An den beiden nach Osten und Westen orientierten Längsfronten befinden sich Loggien, deren Bodenplatten über die Baulinie hinausragen und dadurch ein weiteres gliederndes Element darstellen. Die Sockel sind etwas gröber verputzt als die darüber liegenden Mauerflächen und springen auch ein wenig von dieser zurück.

... und die Kunst

Die zwölf Mosaikwandbilder mit Motiven "Exotische Fische und Meerestiere" stammen von Erna Grüneis-Frank. Jeweils vier dieser Darstellungen befinden sich über den Eingängen zu den Stiegen 1 und 2, eine weitere Gruppe an der Fassade neben dem Stiegenhaus 3.

Der Name

Die Budinskygasse wurde 1905 nach Dr. Julius Budinsky benannt - er hatte der Gemeinde Wien im Zuge der Erweiterung des Grinzinger Friedhofs eine Parzelle geschenkt.

Sanierung

von 1995 bis 1995

Die Wohnhausanlage wurde 1995 saniert. Durch die Erneuerung der Fenster und Türen und das teilweise angebrachte Wärmedämmverbundsystem für die Fassade konnten die Heizkosten für die Mieterinnen und Mieter, aber auch die Kohlendioxid-Belastung für die Umwelt gesenkt werden.

Architekten

Edith Lassmann - Edith Lassmann (geb. Jurecka, 1920-2007) studierte ab 1938 an der TH Wien. Sie wurde vor allem als Kraftwerksarchitektin (z.B. Krafthaus Limberg, Kaprun) bekannt. In Wien war sie an der Planung von Schulen beteiligt sowie auch am Um- und Ausbau des ehemaligen Infektionspavillons des Karolinenspitals in Wien 9 in ein Heim mit Tageswerkstätte für behinderte Jugendliche. 1977 errichtete sie das Pensionistenwohnhaus Atzgersdorf in Wien 23.

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