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Billrothstraße 61

Fakten

Billrothstraße 61

Billrothstraße 61, 1190 Wien

Baujahr: 1956-1957

Wohnungen: 16

Architekt: Karl Kotal

Wohnen in Wien

In den 1950er-Jahren ging es vor allem darum, Zerstörtes wieder aufzubauen und viele neue Wohnungen zu errichten. In den kommunalen Wohnbauten dieser Zeit finden sich die ersten Ansätze der sich später durchsetzenden Zeilenbauweise, die bis heute die großen Vorstadtsiedlungen prägt. Die Wohnbauten wurden größer, höher und waren verstärkt in Blockform gestaltet. Das Flachdach setzte sich durch. Alle neu gebauten Wohnungen waren mit Badezimmern und WC ausgestattet und die Mindestgröße wurde von 42 auf 55 Quadratmeter angehoben.

Geschichte

In diesem Stadtviertel - sowohl in der Billrothstraße als auch in der hier beginnenden Krottenbachstraße - wurde in den Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg eine größere Anzahl von Gemeindebauten errichtet, wobei diese kleine Anlage ältere Bausubstanz ersetzte. Bereits bei der Errichtung des Hauses wurde ein Aufzug eingebaut.

Die Architektur

An der Straßenfassade des Hauses befinden sich sechs Geschoße und sechs Achsen, wobei die am linken Rand gelegene Achse durch dreiteilige Fenster verbreitert ist, während die fünf anderen zweiflügelige Fenster aufweisen. Diese Anordnung zeigt sich auch im Erdgeschoß, wo die Geschäftsfassade den Großteil der Front einnimmt. Die vergitterte Einfahrt, die in den Gartenhof führt, wurde an die linke Grundstücksgrenze gerückt. Um das Stiegenhaus zu betreten, durchquert man diesen Eingang - hier hängt auch die Erinnerungstafel an die Errichtung des Gemeindebaus. Einige Stufen führen zu der im Hof gelegenen, überdachten Haustür, darüber verläuft das Treppenhaus. Es ist in einen sehr flachen Risaliten integriert, der die streng symmetrische Gestaltung der Hoffassade betont. Links und rechts dieser Mittelzone gibt es zweiteilige Fenster, während die äußersten Achsen durch dreiflügelige Fenster verbreitert sind. Der Garten wurde aufgrund des stark ansteigenden Geländes terrassiert, eine Treppe führt zu einem auf dem höchsten Punkt des Grundstücks gelegenen Sitzplatz.

Der Name

Die Straße wurde 1894 nach Dr. Christian Theodor von Billroth (1829-1894), Universitätsprofessor für Chirurgie, benannt, dem Mitbegründer der Wiener Freiwilligen Rettungsgesellschaft wie auch des unweit gelegenen Rudolfinerhauses.

Architekten

Karl Kotal - Karl Kotal (1920-2005) studierte - durch den Kriegsdienst unterbrochen - an der Universität für Angewandte Kunst in Wien unter anderem bei Franz Schuster. Gemeinsam mit diesem sowie Roland Rainer, seiner Frau Herta Kotal und anderen engagierte sich der Architekt für die Initiative SW (= Soziale Wohnkultur).

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