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Rosensteingasse 47-49

Fakten

Rosensteingasse 47-49

Rosensteingasse 47-49, 1170 Wien

Baujahr: 1980-1982

Wohnungen: 36

Architekt: Kurt Walder

Wohnen in Wien

Ab den 1980er-Jahren bestimmte ein neuer Stadtentwicklungsplan die Wohnhaussanierung. Der 1984 gegründete Wiener Bodenbereitstellungs- und Stadterneuerungsfonds und das Wohnhaussanierungsgesetz 1985 ergänzten die optimalen Voraussetzungen für eine sanfte Stadterneuerung. 36 Prozent der Sanierungsgelder flossen in Gemeindebauten, sodass die berühmtesten Gemeindebauten aus der Zwischenkriegszeit saniert werden konnten, wie z. B. der Karl-Marx-Hof, der George-Washington-Hof oder der Rabenhof. Für Neubauten wurde durch Wettbewerbe eine qualitativ hochwertige und individuelle Architektur sichergestellt, wie das Beispiel Hundertwasserhaus zeigt.

Geschichte

Das heutige Gemeindewohnhaus befindet sich in einem Gebiet, welches bereits ab 1410 als Weingartenflur urkundlich erwiesen ist. Eine Tatsache, die sich im Straßennamen Lobenhauergasse widerspiegelt. Zahlreiche niedrige Häuser befanden sich bis in das 20. Jahrhundert entlang dieser Straßenzüge, die meisten waren im 18. Jahrhundert erbaut worden. So auch das Althaus, welches sich an der Ecke Lobenhauergasse/Rosensteingasse befand. In den 1970er-Jahren war es unzulänglich geworden und musste, wie viele andere baufällige Wohnhäuser aus dem 18. Jahrhundert in dieser Zeit, abgebrochen werden. Die Gemeinde Wien ließ ab 1980 dieses neue Wohnhaus errichten, dessen Baubestand heute in der ursprünglichen Form erhalten ist.

Die Architektur

In würfeliger Form erhebt sich das zweifärbige Wohnhaus an der Ecke der Rosensteingasse zur Lobenhauergasse. Die Gestaltung der Fassade ist von derEckkante aus symmetrisch. Oberhalb des farblich dunkleren Sockelgeschoßes befinden sich vier Hauptwohngeschoße. Ein Mansarddach und eine Dachterrasse bieten zusätzlichen Wohn- und Lebensraum. Jeweils drei eckige Erker erheben sich in den beiden Straßenzügen oberhalb der Sockelzone - und mit dieser farblich übereinstimmend - bis ins dritte Wohngeschoß. Mittig werden die dahinterliegenden Wohnräume durch Rechteckfenster erhellt. Die Balkone des vierten Wohngeschoßes setzen auf den Erkern auf und bekrönen diese. Die Zweifärbigkeit sowie das ausgeglichene Verhältnis von vertikal und horizontal ausgerichteten Quadern schaffen ein harmonisches Fassadenbild. Das Wohnhaus besticht durch seine schlichte, ansprechende Gestaltung. Die Stiegenzugänge befinden sich in der Rosensteingasse. Eine Garageneinfahrt in der Lobenhauergasse steht in Verbindung mit der Rosensteingarage.

Der Name

Die Rosensteingasse wurde 1864 nach dem Hernalser Philanthropen Stephan Leopold Häckl, Reichsritter von Rosenstein zu Peschwitz, (gest. 1832) benannt. Zuvor hieß die Gasse teilweise Johannesgasse. Stephan Leopold Häckl vermachte seinen Grundbesitz den Armen von Hernals. Seine Grabstätte befindet sich auf seinem ehemaligen Besitz in der Rosensteingasse 48.

Architekten

Kurt Walder - Kurt Walder (1920-1996) besuchte zunächst die Staatsgewerbeschule in Salzburg und studierte ab 1938 Architektur bei Alexander Popp an der Akademie der bildenden Künste in Wien und nach kriegsbedingter ab 1945 bei Erich Boltenstern. Als freischaffender Architekt schuf Walder zahlreiche Wohn- und Geschäftsbauten. Für die Gemeinde Wien errichtete er unter anderem die Wohnhausanlage an der Rechten Wienzeile 25-27 in Wien 4 (zusammen mit Adolf H. Kautzky) und das Wohnhaus Rosensteingasse 47-49 in Wien 17.

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