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Arltgasse 38-40

Fakten

Arltgasse 38-40

Arltgasse 38-40, 1160 Wien

Baujahr: 1991-1992

Wohnungen: 28

Wohnen in Wien

In den 1990er-Jahren konzentrierte sich die Stadt Wien neben geförderten Sanierungen hauptsächlich darauf, die Stadt im Nordosten und Süden zu erweitern (21.000 Wohnungen in vier Jahren). In enger Zusammenarbeit mit der Stadtplanung wurden großflächig Siedlungsgebiete erschlossen, so zum Beispiel der Leberberg in Simmering. Die Gemeindebauten, die nun für eine breitere Bevölkerungsschicht zugänglich sind, passen sich den modernen Bevölkerungsstrukturen an, indem sie flexible Wohnungen auch für Alleinerziehende, ältere Menschen und Alleinstehende bieten. Zudem sparen sie durch eine nachhaltige Bauweise Betriebskosten und Energie.

Geschichte

An der Stelle der heutigen Wohnhausanlage Arltgasse 38-40 standen ursprünglich zwei für die Blockrandbebauung in Ottakring typische Doppeltrakte. Sie wurden abgetragen und machten nicht nur dem Neubau, sondern auch einem großzügig angelegten, begrünten Innenhof sowie einer Tiefgarage Platz.

Die Architektur

Die Wohnhausanlage wird aufgrund der unterschiedlichen Farbgebung und des Niveausprungs an der Bauteilfuge als Einheit von zwei Bauteilen wahrgenommen: einem sieben und einem neun Fensterachsen breiten, fünfgeschoßigen Bauteil. Postmoderne Gestaltungselemente wie runde bzw. spitze Giebel bilden den Abschluss der beiden Stiegenhaus- und Lifttürme, welche die Eingänge flankierenden. Das schwere Sockelgesims wird von Stützen getragen. Putznuten betonen die Erdgeschoßzone in der Horizontale, ein Klinkerstreifen bildet die Grenze zur darüber liegenden Fassade. Die von den Erschließungszonen unterbrochenen, massiven Dachgesimse dominieren die glatt verputzten Straßenfassaden. Die Hoffassaden sind analog zu den Straßenfassaden gestaltet, jedoch durch zwei vorspringende, drei bzw. fünf Fensterachsen breite Baukörper zusätzlich plastisch gegliedert.

Der Name

Die Arltgasse wurde 1887 nach Prof. Dr. Ferdinand Ritter von Arlt (1812-1887) benannt. Er war zwischen 1849 und 1856 Vorstand der Prager Universitäts-Augenklinik, von 1856 bis 1883 Ordinarius für Augenheilkunde an der Universität Wien und zählte zu den führenden Augenärzten der Welt.

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