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Sulmgasse 2-6

Fakten

Sulmgasse 2-6

Sulmgasse 2-6, 1160 Wien

Baujahr: 1978-1980

Wohnungen: 62

Architekt: Alois Brunner, Hellfried Dietz

Weitere Adressen

Pfenninggeldgasse 1B, 1160 Wien

Pfenninggeldgasse 1A, 1160 Wien

Wohnen in Wien

Zwischen 1978 und 1981 wurde zur Wohnungsverbesserung in Wien insgesamt ein Darlehensvolumen für über 48.000 Wohnungen zugesichert. 39 Wohnanlagen wurden fertig saniert, an weiteren 86 mit einem Kostenaufwand von 52 Mio. Euro gearbeitet. Zusätzlich wurden über 6.000 neue Wohnungen fertig gestellt. Die Architektur wandelte sich - dank des technischen Fortschritts in der Plattenbauweise - vom Zeilenbau hin zu flexibler gestalteten Anlagen mit individuellem Charakter und mieterfreundlichen Grundrissen. Gleichzeitig verstärkte sich das Mietermitspracherecht und serviceorientierte Wohnungsberatungszentren wurden etabliert.

Geschichte

Das Gebiet um die Pfenniggeldgasse wurde bereits im 14. Jahrhundert als Groß- und Klein-Pfenniggeld urkundlich erwähnt. Im Zuge der Industrialisierung musste das einstige Weinbaugebiet der neuen Verbauung weichen. Ende des 19. Jahrhunderts reichten die Besitzungen des Ottakringer Gemeinderates Johann B. Heindl von der Heindlgasse 4 bis an das Areal der heutigen Wohnhausanlage. Der diagonal angelegte Straßenzug der Sulmgasse weist hier noch auf die ursprüngliche Parzellierung hin. Die Baubewilligung für die heute bestehende Wohnhausanlage datiert aus dem Jahre 1978.

Die Architektur

Die um einen großen Grünbereich angeordnete Wohnhausanlage Ecke Sulmgasse/Pfenniggeldgasse besticht durch ihre auffällige Strukturierung. Der flach gedeckte Bau erfährt seine Gliederung durch starke Vor- und Rücksprünge sowie eine Abtreppung beziehungsweise Staffelung des Baukörpers gegen die Pfenniggeldgasse. Das Erdgeschoß mit den Geschäftslokalen weist mehrere Durchgänge zum großen Gartenhof auf. Die vier Hauptgeschoße sind mit einer vorgehängten Aluminiumverkleidung versehen, die sich aus schmalen vertikal angeordneten Lamellen zusammensetzt. Einen besonderen Akzent setzen die gelben Fensterrahmen und die breiten hellen Blumentröge, wodurch der großen Wohnhausanlage an Schwere genommen wird.

Der Name

Die Sulmgasse wurde 1868 nach dem Grundbesitzer Adam Sulm (gestorben 1874), der die Gründe für diese Gasse bereitstellte, benannt.

Sanierung

von 2000 bis 2001

In der Wohnhausanlage wurden in den Jahren 2000 und 2001 Fenster und Türen erneuert.

Architekten

Alois Brunner - Alois Brunner (1921-1983) studierte von 1937 bis 1943 Architektur bei Franz Schuster an der Hochschule für angewandte Kunst Wien. Nach dem Studium arbeitete er zunächst bei verschiedenen Baufirmen mit und machte sich 1950 als Architekt selbständig. Zu Beginn war Alois Brunner vorwiegend im Wiederaufbau tätig. Zahlreiche Wohn- und Geschäftsbauten wurden nach seinen Entwürfen errichtet, wie etwa für die Gemeinde Wien die Wohnhäuser Vollbadgasse 1 in Wien 17 (1962-1964) und Krottenbachstraße 40 in Wien 19 (1966-1970).

Hellfried Dietz - Hellfried Dietz (1926-1999) studierte von 1946 bis 1952 Architektur an der Technischen Hochschule Wien, wo er 1953 mit der 2. Staatsprüfung abschloss. Für die Gemeinde Wien entwarf er zusammen mit Alois Brunner das Wohnhaus Sulmgasse 2-6 in Wien 16 (1978-1980).

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