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Grundsteingasse 6

Fakten

Grundsteingasse 6

Grundsteingasse 6, 1160 Wien

Baujahr: 1979-1981

Wohnungen: 15

Architekt: Maria Anna Hutter

Wohnen in Wien

Zwischen 1978 und 1981 wurde zur Wohnungsverbesserung in Wien insgesamt ein Darlehensvolumen für über 48.000 Wohnungen zugesichert. 39 Wohnanlagen wurden fertig saniert, an weiteren 86 mit einem Kostenaufwand von 52 Mio. Euro gearbeitet. Zusätzlich wurden über 6.000 neue Wohnungen fertig gestellt. Die Architektur wandelte sich - dank des technischen Fortschritts in der Plattenbauweise - vom Zeilenbau hin zu flexibler gestalteten Anlagen mit individuellem Charakter und mieterfreundlichen Grundrissen. Gleichzeitig verstärkte sich das Mietermitspracherecht und serviceorientierte Wohnungsberatungszentren wurden etabliert.

Geschichte

Auf dem Areal der bestehenden Wohnhausanlage, die über eine große hofseitige Grünfläche verfügt, kann laut Wiener Generalstadtplan aus dem Jahr 1912 ein altes Seitenflügelhaus nachgewiesen werden. In der direkten Nachbarschaft des heutigen Gemeindebaus - in der Grundsteingasse 12 - befindet sich der berühmte Ragnarhof, ein Ausstellungs- und Veranstaltungszentrum, das sich bereits vor 20 Jahren auf dem Areal einer ehemaligen Kartonagenfabrik aus dem 19. Jahrhundert etablierte. Die Grundsteingasse und der angrenzende Brunnenmarkt zählen innerhalb der Kunst- und Kulturszene zu den gefragtesten Gegenden Wiens.

Die Architektur

Bei der vierstöckigen Wohnhausanlage mit ausgebautem Dachgeschoß in der Grundsteingasse 6 handelt es sich um eine Baulückenschließung aus den Jahren 1979 - 1981. Besondere Akzentuierung erfährt der Bau von Maria Anna Hutter durch den Einsatz von Farbe: Während die Erdgeschoßzone mit dem extrem breiten und tief eingeschnittenen Eingangsbereich und der Garageneinfahrt durchgehend grün gefärbelt ist, werden in den an sich weiß gehaltenen oberen Stockwerken jeweils nur die Fenster geschoßweise mittels horizontaler Farbbänder zusammengefasst. Ansonsten ist die Straßenfront als reine Lochfassade mit unterschiedlich breiten Fenstern ausgebildet, auf Fensterumrahmungen oder plastischen Dekor wurde gänzlich verzichtet.

Der Name

Die Grundsteingasse - ursprünglich Untere Gasse, Untere Hauptstraße und ab 1867 Gärtnergasse - trägt seit 1883 ihren heutigen Namen. Nach der Errichtung des Linienwalls wurde hier 1704 der "Grundstein" zur späteren Ortschaft Neulerchenfeld gelegt.

Architekten

Maria Anna Hutter - Maria Anna Hutter (geb. 1935) studierte Architektur an der Technischen Universität Budapest. 1972 eröffnete sie ihr eigenes Atelier als freie Architektin. Zu ihren bedeutendsten Bauten zählen u. a. die Umgestaltung des Akademietheaters in Wien 3, die Wohnhausanlage Henriettenplatz in Wien 15 sowie das Wohnhaus Grundsteingasse 6 in Wien 16.

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