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Friedrich-Kaiser-Gasse 36-38

Fakten

Friedrich-Kaiser-Gasse 36-38

Friedrich-Kaiser-Gasse 36-38, 1160 Wien

Baujahr: 1973-1975

Wohnungen: 26

Architekt: Heinrich Reitstätter

Weitere Adressen

Feßtgasse 8, 1160 Wien

Wohnen in Wien

In den 1970er-Jahren begann eine erste Sanierungswelle des Wohnungsaltbestands der Stadt Wien, um den Wohnstandard anzuheben. Zusätzlich wurden von 1972 bis 1977 rund 16.500 neue Wohnungen gebaut. Der Wohnungsmangel war beseitigt. Nun sollten sich neue Anlagen auch besser in ihre Umgebung einfügen, sich vom Straßenverkehr abwenden, öffentlich gut erreichbar und vor allem mit der nötigen Nahversorgung ausgestattet sein. Damit rückte auch ein Grundgedanke des "Roten Wien" aus den 1930er-Jahren wieder in den Mittelpunkt: Es wurde wieder Wert auf die Sozialisierung des Wohnens gelegt. 1978 wurde die Grundsteinlegung der 200.000sten Wohnung seit 1923 gefeiert.

Geschichte

Im Franziszeischen Kataster aus den 1830er-Jahren ist das Gebiet rund um den heute bestehenden Gemeindebau als reine Ackerfläche ausgewiesen. Nach dem Wiener Generalstadtplan aus dem Jahr 1912 bestanden auf der Liegenschaft Friedrich-Kaiser-Gasse 36 - 38 bereits mehrere Seitenflügelhäuser, die wahrscheinlich auf die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts zurückgehen. Die Baubewilligung des heute bestehenden Wohnhauses wurde Anfang der 1970er-Jahre erteilt.

Die Architektur

Die in den Jahren 1973 - 1975 errichtete Wohnhausanlage gliedert sich in einen fünfgeschoßigen Bauteil in der Friedrich-Kaiser-Gasse und einen zwei Stockwerke höheren Bereich an der Ecke zur Feßtgasse. Regelmäßige Vor- und Rücksprünge strukturieren die Fassade. Diese Disposition wird mittels unterschiedlicher Farbgebung noch unterstrichen. Während die rückspringenden Achsen vierflügelige Fenster und ockerfarbene Fensterparapete aufweisen, sind die anderen Achsen von hellem Mauerwerk und zweiflügeligen Fenstern geprägt. Die mit Klinker verkleidete Ladenzone im Erdgeschoß ist durch Farbe und Material von den Obergeschoßen deutlich abgesetzt.

Der Name

1894 wurde die damalige "Lange Gasse" nach dem Dramatiker, Schauspieler und 1848er-Revolutionär Friedrich Kaiser (1814 - 1874) umbenannt. Von ihm sind über 150 Stücke bekannt, die er vor allem für das Theater an der Wien und das Carltheater verfasst hat.

Sanierung

von 1996 bis 1997

Die Wohnhausanlage wurde in den Jahren 1996 und 1997 saniert. Durch die Erneuerung der Fenster und Türen konnten die Heizkosten für die Mieterinnen und Mieter, aber auch die Kohlendioxid-Belastung für die Umwelt gesenkt werden.

Architekten

Heinrich Reitstätter - Heinrich Reitstätter (1903-1971) studierte Architektur an der Akademie der bildenden Künste Wien. In Wien realisierte er auch den Großteil seiner Wohnbauprojekte, darunter die kommunale Wohnhausanlage in der Pfeilgasse 10-12, Wien 8. In Salzburg zeichnete er für die Bauleitung des "Hotel Europa" verantwortlich (Pläne von Josef Bevcar). Zudem plante er den Umbau einiger Filialen der Creditanstalt-Bankverein AG in Salzburg und Wien.

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