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Winterburgergasse 1

Fakten

Winterburgergasse 1

Winterburgergasse 1, 1160 Wien

Baujahr: 1967-1969

Wohnungen: 34

Architekt: Bruno Tinhofer

Wohnen in Wien

In den 1960er-Jahren nahm der Wohnbau in Wien bis hin zum Wohnungsbauboom der 1970er-Jahre kontinuierlich zu. Die Grundlage dafür bildeten 1961 ein städtebauliches Konzept und ein Generalverkehrsplan von Roland Rainer. Der geplante U-Bahn-Bau sowie die Erschließung bisheriger Randgebiete nördlich der Donau förderten diese Entwicklung. Besonders am südlichen und östlichen Stadtrand gab es Grundstücke zu günstigen Preisen, auf denen neue große Wohnviertel geschaffen wurden. Die neue Fertigteilbauweise mit vorgefertigten Betonelementen erlaubte es, in kurzer Zeit ganze Stadtteile neu zu errichten.

Geschichte

Auf dem Grundstück der Wohnhausanlagen in der Winterburgergasse 1 und 3-11 befand sich bis kurz vor Baubeginn 1967 der Kleingartenverein "Fuchsenloch". Der Gemeindebau in Zeilenbauweise ist auch heute noch von kleinteiligen Strukturen, Einfamilienhäusern und Kleingartensiedlungen umgeben. Diese Durchmischung der Bebauungsformen ist typisch für die äußeren Bezirksgrenzen Ottakrings.

Die Architektur

Der Gemeindebau in der Winterburgergasse 1 ist eines von insgesamt acht in Zeilenbauweise errichteten, als Einheit erkennbaren Wohnhäusern und wurde erst nach der Vergrößerung des Baugrundes hinzugefügt. Die Architektur lehnt sich an den ebenfalls drei Stiegen umfassenden Nachbarbau an; beide stammen vom Architekten Bruno Tinhofer.
Die 23 Fensterachsen lange und vier Geschoße hohe, hell verputzte Straßenfassade weist drei Reihen Loggien auf, die als Balkone mit farbigen Brüstungsgeländern auskragen. Die Fensterformate variieren von kleinen, quadratischen Fenstern über Standardfenster bis hin zu französischen Fenstern mit Gitterbrüstungen. Richtung Winterburgergasse ist eine grau verputzte Ladenzone untergebracht, deren Schaufenster mit einer Natursteinlaibung eingefasst sind. Das durchlaufende Dachgesims schließt mit einem niedrigen Satteldach ab. Hofseitig gliedern die drei raumhoch verglasten Stiegenhäuser die glatte Lochfassade vertikal. Ein grau verputzter Sockel nimmt das leicht abfallende Gelände auf.

Der Name

Die Winterburgergasse wurde 1920 nach dem ersten Buchdrucker in Wien, Johannes Winterburger (1492-1519), benannt. Davor hieß sie Roterdstraße.

Sanierung

von 2001 bis 2001

In der Wohnhausanlage wurden 2001 Fenster und Türen erneuert.

Architekten

Bruno Tinhofer - Bruno Tinhofer (1924-2005) studierte an der Akademie der bildenden Künste Wien bei Lois Welzenbacher, wo er später auch als Hochschulassistent tätig war. Neben dem Wohnbau gehörte vor allem auch der Schulbau zu seinem Schaffensschwerpunkt. Zu seinen Bauten zählen unter anderem die Volkshochschule am Arthaberplatz 18 in Wien 10 (mit Eduard Berger, Leopold Tinhof, 1960/61) und das Wohnhaus Rainergasse 6-8 in Wien 4 (1975-81).

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