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Lambertgasse 11

Fakten

Lambertgasse 11

Lambertgasse 11, 1160 Wien

Baujahr: 1910-1910

Wohnungen: 10

Architekt: Julius Halla

Wohnen in Wien

Im 19. Jahrhundert wuchs als Folge der massiven Industrialisierung die Arbeiterschicht stark an, die Einwohnerzahl Wiens explodierte, vor allem auch durch den Zuzug aus den ländlichen Gebieten der Donaumonarchie. Die nötigen Wohnungen wurden nahezu ausschließlich von Privaten gewinnorientiert gebaut. Mietskasernen mit so genannten "Bassena-Wohnungen" - Zimmer, Küche, Wasser und WC auf dem Gang - entstanden. Viele mussten diese kleinen Wohnungen (zwischen 20 und 30 Quadratmetern) noch mit Bettgehern und Untermietern teilen, um die Miete zahlen zu können. In den Jahren des Ersten Weltkrieges stagnierte die Bautätigkeit.

Geschichte

Im Franziszeischen Kataster ist das Areal des heutigen Wohnhauses noch als Ackerfläche verzeichnet. 1939 wurden die beiden nebeneinander liegenden Geschäftslokale im Erdgeschoß in Kleinwohnungen umgewandelt. 1977 erwarb die Gemeinde Wien die Liegenschaft und mit der Sanierung im Jahr 1981 wurde der Wohnungsstandard angehoben.

Die Architektur

Das viergeschoßige Wohnhaus in der Lambertgasse ist ein typischer Vertreter des Wiener Zinshauses um 1910. Erdgeschoß und erster Stock des siebenachsigen Gebäudes weisen eine durchgehende Nutung auf und werden durch einen besonders fein ausgearbeiteten ornamentalen Fries von den beiden oberen Geschoßen getrennt. Scheint die Fassadengestaltung dieser beiden als Einheit gestalteten Etagen auf den ersten Blick durch die reiche Applikation sezessionistischen Stuckdekors in der obersten Zone beinahe überladen, gewinnt die über weite Teile glatt gestaltete Wandfläche bei genauerem Hinsehen zunehmend an Bedeutung. Ein weit ausladendes Kranzgesims schließt den in seiner Gesamtkonzeption auffallend homogenen und ausgewogenen Bau nach oben hin ab.

Der Name

Die Lambertgasse - einst Josefigasse - trägt seit 1894 den heutigen Namen. Sie wurde nach dem Hl. Lambert, dem Namenspatron der ältesten Kirche Ottakrings, benannt.

Architekten

Julius Halla - Der Stadtbaumeister Julius Halla (1847-1913) wurde in Radwanitz in Mähren geboren. Über seine Ausbildung sind keine Daten bekannt. In Wien errichtete er unter anderem das Wohnhaus Lambertgasse 11 in Wien 16 (1910).

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