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Anschützgasse 10

Fakten

Anschützgasse 10

Anschützgasse 10, 1150 Wien

Baujahr: 1985-1987

Wohnungen: 19

Weitere Adressen

Weiglgasse 3, 1150 Wien

Wohnen in Wien

Ab den 1980er-Jahren bestimmte ein neuer Stadtentwicklungsplan die Wohnhaussanierung. Der 1984 gegründete Wiener Bodenbereitstellungs- und Stadterneuerungsfonds und das Wohnhaussanierungsgesetz 1985 ergänzten die optimalen Voraussetzungen für eine sanfte Stadterneuerung. 36 Prozent der Sanierungsgelder flossen in Gemeindebauten, sodass die berühmtesten Gemeindebauten aus der Zwischenkriegszeit saniert werden konnten, wie z. B. der Karl-Marx-Hof, der George-Washington-Hof oder der Rabenhof. Für Neubauten wurde durch Wettbewerbe eine qualitativ hochwertige und individuelle Architektur sichergestellt, wie das Beispiel Hundertwasserhaus zeigt.

Geschichte

Die Gegend wurde lange von der zwischen den Straßenzügen Weiglgasse - Siebeneichengasse - Anschützgasse - Jheringasse liegenden, um 1870 errichteten Hauptwerkstätte der Wiener Verkehrsbetriebe bestimmt. Dieser Platz wurde von 1976-1978 mit der Wohnhausanlage "Wohnen morgen" verbaut, die direkt gegenüber der Wohnhausanlage Anschützgasse 10 liegt. An deren Stelle befand sich ursprünglich ein 1899 errichtetes, viergeschoßiges Wohnhaus, das 1982 abgetragen wurde.

Die Architektur

Die Eckverbauung bildet eine Hofgemeinschaft mit den Liegenschaften Hollergasse 21 und 23 sowie Anschützgasse 8a, wodurch die blockhafte Verbauung der Gasse aufgelockert wird. Bei der Gestaltung der Wohnhausanlage war man bestrebt, die für die Gründerzeitbauten typischen Formelemente wie Fensterproportionen, Sockelzone und Eckausbildung neu zu interpretieren: Die Sockelzone wurde einzig mittels bis zum Boden gezogener Fensterumrahmungen als solche markiert, darüber folgen ohne jede Gliederung und mit glatt verputzter Wand die vier Obergeschoße. Oben laufen die Wände zur Mitte hin aufsteigend zusammen, besonders markant ist auch die Ecklösung mit kleinen Balkonen. Die Hoffassaden werden von den großen Stiegenhausfenstern und halbrunden Balkonen bestimmt. Das Haus wird über eine Stiege erschlossen, im Erdgeschoß findet sich ein Abstellraum für Fahrräder, die Beheizung erfolgt über Fernwärme.

Der Name

Die Anschützgasse, ehemals Kaisergasse, wurde 1894 nach dem Burgschauspieler, Regisseur und Schriftsteller Heinrich Johann Immanuel Anschütz (1785-1865) benannt. Anschütz kam 1821 ans Wiener Burgtheater, dort war er bis kurz vor seinem Tod tätig.

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