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Grimmgasse 44

Fakten

Grimmgasse 44

Grimmgasse 44, 1150 Wien

Baujahr: 1982-1984

Wohnungen: 21

Architekt: Johannes Peter

Weitere Adressen

Dadlergasse 15, 1150 Wien

Wohnen in Wien

Ab den 1980er-Jahren bestimmte ein neuer Stadtentwicklungsplan die Wohnhaussanierung. Der 1984 gegründete Wiener Bodenbereitstellungs- und Stadterneuerungsfonds und das Wohnhaussanierungsgesetz 1985 ergänzten die optimalen Voraussetzungen für eine sanfte Stadterneuerung. 36 Prozent der Sanierungsgelder flossen in Gemeindebauten, sodass die berühmtesten Gemeindebauten aus der Zwischenkriegszeit saniert werden konnten, wie z. B. der Karl-Marx-Hof, der George-Washington-Hof oder der Rabenhof. Für Neubauten wurde durch Wettbewerbe eine qualitativ hochwertige und individuelle Architektur sichergestellt, wie das Beispiel Hundertwasserhaus zeigt.

Geschichte

Die Besiedlung der Gegend geht auf den Tuchfabrikanten und Pottascheerzeuger Franz Wenzel Dadler zurück. Er kaufte 1799 die Besitzung "Braunhirschen", einen die parallel zur Grimmgasse liegende Braunhirschengasse umgebenden Vorort, und hob durch Parzellierung die Bautätigkeit. Auf Dadlers Tätigkeit geht somit die Besiedelung der Gegend zurück. Für die Errichtung des Gemeindebaus wurden im Jahre 1971 zwei Althäuser in der Grimm- und der Dadlergasse abgerissen.

Die Architektur

Die Wohnhausanlage besteht aus zwei sechsgeschoßigen Bauteilen in der Grimmgasse 44 und der Dadlergasse 15, die über je eine Stiege erschlossen und durch einen Hof mit Spielplatz verbunden werden. Die Straßenfassaden der beiden Wohnblöcke gliedern sich symmetrisch um die zentral liegenden Stiegenhäuser, die turmartig, vertieft in die Fassade eingesetzt sind. Die glatt verputzten Wandflächen und die farbliche Unterscheidung der einzelnen Geschoße verweisen auf die Tradition des Wiener Gemeindebaus der Nachkriegszeit. Eine Tiefgarage für PKW ist über die Grimmgasse befahrbar, die Beheizung des Hauses erfolgt über Fernwärme.

Der Name

Die Wohnhausanlage selbst wurde nicht benannt. Die Grimmgasse, ehemals Fischergasse, wurde 1894 nach den Sprachforschern und Sammlern von deutschen Hausmärchen Jakob L. (1785 bis 1863) und Wilhelm K. Grimm (1786 bis 1859) benannt.

Architekten

Johannes Peter - Johannes Peter (geb. 1931) studierte Architektur an der Technischen Hochschule Wien. Johannes Peter war wie Norbert Kotz, mit dem er später eine Arbeitsgemeinschaft in Wien einging, zunächst im Büro Pfeifer in Schruns (Vlbg.) tätig. Mit Norbert Kotz entwarf er unter anderem das Bundesgymnasium in Steyr (OÖ) und das Bundesverwaltungsgebäude in Wels (OÖ). Für die Gemeinde Wien plante Johannes Peter die Wohnhäuser Oberleitengasse 19-23 in Wien 11 (1983-1985) und Reindorfgasse 9 in Wien 15 (1978-1980).

Freie Lokale

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