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Hagengasse 21

Fakten

Hagengasse 21

Hagengasse 21, 1150 Wien

Baujahr: 1978-1979

Wohnungen: 15

Architekt: Peter Koban

Weitere Adressen

Brunhildengasse 18, 1150 Wien

Wohnen in Wien

In den 1970er-Jahren begann eine erste Sanierungswelle des Wohnungsaltbestands der Stadt Wien, um den Wohnstandard anzuheben. Zusätzlich wurden von 1972 bis 1977 rund 16.500 neue Wohnungen gebaut. Der Wohnungsmangel war beseitigt. Nun sollten sich neue Anlagen auch besser in ihre Umgebung einfügen, sich vom Straßenverkehr abwenden, öffentlich gut erreichbar und vor allem mit der nötigen Nahversorgung ausgestattet sein. Damit rückte auch ein Grundgedanke des "Roten Wien" aus den 1930er-Jahren wieder in den Mittelpunkt: Es wurde wieder Wert auf die Sozialisierung des Wohnens gelegt. 1978 wurde die Grundsteinlegung der 200.000sten Wohnung seit 1923 gefeiert.

Geschichte

Die Wohnhausanlage befindet sich im so genannten Nibelungenviertel, das seinen Namen aufgrund der vielen auf das Nibelungenlied zurück gehenden Namen von Gassen und Plätzen in der Gegend erhielt. Ehemals der östliche Teil des Exerzier- und Paradeplatzes Schmelz, wurde das zwischen Hütteldorfer Straße, Gablenzgasse, Stutterheimstraße und Vogelweidplatz liegende Gebiet ab 1910 zur Besiedelung freigegeben und mit großbürgerlichen Mietshäusern verbaut. Diese Bautätigkeit wurde durch den Ausbruch des Ersten Weltkriegs unterbrochen, die noch bestehenden Baulücken wurden in der Zwischenkriegszeit und nach dem Zweiten Weltkrieg durch Gemeindebauten geschlossen.

Die Architektur

Der Charakter der Eckverbauung mit fünf Regelgeschoßen und einem Terrassengeschoß wird von einem konsequenten Verlassen der Bauflucht bestimmt. Straßen- wie hofseitig springen kubische Baukörper vor und zurück und erzeugen so ein sehr bewegtes Bild. An der Straßenfassade wird der Eingangsbereich von einem sich über vier Geschoße erstreckenden, leicht vorspringenden Erker überfangen; die um das zentral gelegene Stiegenhaus symmetrisch angelegte Hoffassade wirkt durch risalitartig vorspringende Baukörper noch stärker bewegt. Ein Großteil der Wohnungen verfügt hofseitig über nach Süden blickende Loggien oder großzügig angelegte Terrassen, der Hof selbst ist begrünt. In der Garage wurden Stellplätze für 12 PKWs geschaffen.

Der Name

Wie viele andere Gassen und Plätzen in der Gegend wurde die Hagengasse nach einer Gestalt aus dem Nibelungenlied benannt. Der Burgunder Hagen von Tronje stand 1912 Pate für die Neubenennung der Gasse.

Sanierung

von 2006 bis 2006

In der Wohnhausanlage wurden im Jahr 2006 Fenster und Türen erneuert. Die Kosten beliefen sich auf 72.700 Euro, davon konnten 24.233 Euro durch Förderungen gedeckt werden.

Architekten

Peter Koban - Peter Koban (geb. 1928) studierte von 1947 bis 1956 an der Technischen Hochschule unter anderem bei Erich Boltenstern. Nach dem Studium war er zunächst im Atelier von Erich Rollig tätig und arbeitete unter anderem für Margarete Schütte-Lihotzky und Josef Hoffmann. Ab 1960 beschäftigte sich Koban als selbständiger Architekt vor allem mit dem Wohnbau und dem Bau von Kasernen. So wurden etwa die Sanitätstruppenschule in Stammersdorf (1969/70) und mehrere Wohnbauten in Wien nach seinen Plänen errichtet. Für den Willi-Liwanec-Hof in Wien 15 plante er die erste Palettengarage Wiens. Auch am Bau der Per-Albin-Hansson-Siedlung Nord war Peter Koban beteiligt.

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