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Turnergasse 23

Fakten

Turnergasse 23

Turnergasse 23, 1150 Wien

Baujahr: 1975-1976

Wohnungen: 15

Architekt: Franz Morawez

Wohnen in Wien

In den 1970er-Jahren begann eine erste Sanierungswelle des Wohnungsaltbestands der Stadt Wien, um den Wohnstandard anzuheben. Zusätzlich wurden von 1972 bis 1977 rund 16.500 neue Wohnungen gebaut. Der Wohnungsmangel war beseitigt. Nun sollten sich neue Anlagen auch besser in ihre Umgebung einfügen, sich vom Straßenverkehr abwenden, öffentlich gut erreichbar und vor allem mit der nötigen Nahversorgung ausgestattet sein. Damit rückte auch ein Grundgedanke des "Roten Wien" aus den 1930er-Jahren wieder in den Mittelpunkt: Es wurde wieder Wert auf die Sozialisierung des Wohnens gelegt. 1978 wurde die Grundsteinlegung der 200.000sten Wohnung seit 1923 gefeiert.

Geschichte

Auf dem Grundstück befand sich ab 1898 ein zweigeschoßiges Wohnhaus mit Seitentrakten. 1930 brachte die Gewista an die Feuermauer der vor die Baulinie springenden Teile hohe "Ankündigungstafeln" an. Die Abbruchgenehmigung des einstöckigen Wohnhauses mit vier Wohnungen sowie Stallungen und Schuppen datiert aus dem Jahr 1966. Die Bewilligung zur Errichtung des heutigen Gebäudes wurde acht Jahre später erteilt.

Die Architektur

Bei dem kleinen fünfstöckigen Wohnhaus mit sechs Fensterachsen handelt es sich um eine Baulückenverbauung aus den Jahren 1975-76. Die vertikale Gliederung der Fassade erfolgt ab dem ersten Stockwerk mittels zweier symmetrisch angeordneter fünfgeschoßiger Erker. Die beiden äußersten rahmenden Fensterachsen weisen dreiflügelige querrechteckige Fenster auf, sämtliche Fenster der anderen Achsen sind zweiflügelig ausgeführt. Das Sockelgeschoß wird mittels eines gröberen Kratzputzes und eines leichten Rücksprungs von der glatten Fläche der Wohngeschoße optisch unterschieden. Im Erdgeschoß geht der Architekt von der symmetrischen Anordnung der einzelnen Elemente ab: Zwei schmale querrechteckige Fenster flankieren die Türen des Müllraums und des Hauseingangs, während sich an der rechten Fassadenseite zwei Garagentore befinden.

Der Name

Die Turnergasse, vormals Neue Gasse und Hollergasse, trägt seit 1894 - zwei Jahre nach der Eingemeindung des Vorortes Fünfhaus - ihren Namen. Dieser soll an die Turnerbewegung des Jahres 1860 erinnern.

Sanierung

von 1996 bis 1996

In der Wohnhausanlage wurden 1996 Fenster und Türen erneuert.

Architekten

Franz Morawez - Franz Morawez (geb. 1930) studierte Architektur an der Technischen Hochschule Wien, wo er 1961 sein Diplom erhielt. Sein Betätigungsfeld erstreckt sich primär auf den sozialen Wohnbau. Für die Gemeinde Wien plante er unter anderem in Wien 15 die Wohnhausanlagen Turnergasse 23 (1975/76) und Turnergasse 22 (1976-1979).

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