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Jurekgasse 29

Fakten

Jurekgasse 29

Jurekgasse 29, 1150 Wien

Baujahr: 1974-1975

Wohnungen: 32

Architekt: Carl A. J. Hala

Wohnen in Wien

In den 1970er-Jahren begann eine erste Sanierungswelle des Wohnungsaltbestands der Stadt Wien, um den Wohnstandard anzuheben. Zusätzlich wurden von 1972 bis 1977 rund 16.500 neue Wohnungen gebaut. Der Wohnungsmangel war beseitigt. Nun sollten sich neue Anlagen auch besser in ihre Umgebung einfügen, sich vom Straßenverkehr abwenden, öffentlich gut erreichbar und vor allem mit der nötigen Nahversorgung ausgestattet sein. Damit rückte auch ein Grundgedanke des "Roten Wien" aus den 1930er-Jahren wieder in den Mittelpunkt: Es wurde wieder Wert auf die Sozialisierung des Wohnens gelegt. 1978 wurde die Grundsteinlegung der 200.000sten Wohnung seit 1923 gefeiert.

Geschichte

Die Jurekgasse liegt im Gebiet der historischen Siedlung Rustendorf, die ursprünglich vor allem aus Einkehrgasthöfen bestand. Das Ortszentrum erstreckte sich über das Gebiet zwischen Kauergasse und Lehnergasse und umfasste somit auch die heutige Jurekgasse. Im Jahr 1843 zählte man in Rustendorf nur 53 Häuser, um die Mitte des 19. Jahrhunderts stieg die Bautätigkeit stark an. Für die Errichtung der Jurekgasse 29 wurde 1972 ein ehemaliges Fabriksgebäude abgebrochen.

Die Architektur

Die siebengeschoßige Baulückenverbauung wurde von Architekt Carl Hala bewusst an die zur Bauzeit bestehenden Nachbarobjekte angepasst. Über dem als Sockelgeschoß ausgebildeten Erdgeschoß erheben sich die fünf Obergeschoße sowie das teilweise ausgebaute Dachgeschoß. Die Straßenfassade wird von den lang gezogenen Fensterreihen, die dem Bau den Eindruck starker Horizontalität verleihen, bestimmt. Den Tendenzen der Zeit entsprechend wurde, abgesehen von der zeittypischen farblichen Gestaltung der Fensterzwischenräume, auf schmückende Elemente verzichtet. Die zwei Wohnungen im Dachgeschoß verfügen über je eine hofseitige Dachterrasse, ebenso vier der sechs Wohnungen im ersten Geschoß. Die Wohnhausanlage wird über zwei Stiegen erschlossen und verfügt über eine Parkgarage.

Der Name

Die Jurekgasse, ehemals Pereiragasse, wurde 1938 nach dem Komponisten, Dirigenten und Beamten Wilhelm August Jurek (1870-1934) benannt. Jurek schrieb 1893 den "Deutschmeister-Regimentsmarsch", dessen Entstehung in dem Film "Die Deutschmeister" von 1955 nacherzählt wird.

Sanierung

von 1998 bis 1998

Im Zuge von Sanierungsmaßnahmen wurden 1998 Fenster und Türen erneuert.

Architekten

Carl A. J. Hala - Carl A. J. Hala (1915-1980) studierte von 1934 bis 1937 Möbelbau und Architektur bei Carl Witzmann und Hans Vetter an der Hochschule für angewandte Kunst Wien. Für die Gemeinde Wien entwarf die Wohnhäuser Jurekgasse 29 in Wien 15 (1974/75) und Fünfhausgasse 14 in Wien 15 (1974/75). Die Anlage Bernhardtstalgasse 38 in Wien 10 (1965) plante er gemeinsam mit Paul Detre.

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