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Linzer Straße 20-26

Fakten

Linzer Straße 20-26

Linzer Straße 20-26, 1140 Wien

Baujahr: 1979-1983

Wohnungen: 48

Architekt: Friedrich Fischer II

Weitere Adressen

Nobilegasse 1, 1140 Wien

Wohnen in Wien

Zwischen 1978 und 1981 wurde zur Wohnungsverbesserung in Wien insgesamt ein Darlehensvolumen für über 48.000 Wohnungen zugesichert. 39 Wohnanlagen wurden fertig saniert, an weiteren 86 mit einem Kostenaufwand von 52 Mio. Euro gearbeitet. Zusätzlich wurden über 6.000 neue Wohnungen fertig gestellt. Die Architektur wandelte sich - dank des technischen Fortschritts in der Plattenbauweise - vom Zeilenbau hin zu flexibler gestalteten Anlagen mit individuellem Charakter und mieterfreundlichen Grundrissen. Gleichzeitig verstärkte sich das Mietermitspracherecht und serviceorientierte Wohnungsberatungszentren wurden etabliert.

Geschichte

An der Stelle der heutigen Wohnhausanlage standen ursprünglich vier Vorstadthäuser, die aus der Mitte des 19. Jahrhunderts stammten. Die Häuser Nummer 22 und 24 gehörten dem Wagenlampenfabrikanten Carl Gabriel. Im Haus Nummer 26 befand sich seit 1894 das Geschäft und später auch die Werkstatt der Musikinstrumente- bzw. Klaviermacherdynastie Stelzhammer. Noch heute ist das Musikinstrumentengeschäft Stelzhammer hier beheimatet. Zudem wohnte der Maler und Kupferstecher Eduard Gurk im Haus Linzer Straße 26. Zwischen 1972 und 1979 wurden die alten Häuser abgerissen und damit Platz für den Neubau geschaffen.

Die Architektur

Die Wohnhausanlage erstreckt sich von der Linzer Straße bis zur Nobilegasse und fügt sich durch die Randbebauung gut in die Baustruktur der Umgebung ein. Im Hofbereich befindet sich ein Garagengebäude, dessen Flachdach gartenähnlich gestaltet ist. Dieser Dachgarten ist von den Wohntrakten aus direkt zu erreichen. Die sechsgeschoßige Anlage gliedert sich in ein Erdgeschoß, vier Obergeschoße und ein etwas zurückversetztes, so genanntes "Terrassengeschoß". Auffallend ist die bewegte Straßenfassade des Baukörpers. Die Erdgeschoßzone öffnete sich mit Schaufensterfronten zur Straße und wird durch ein weit vorkragendes Vordach von den Obergeschoßen getrennt. Diese sind durch Risalite gegliedert, zwischen denen Vor- und Rücksprünge die Fassade rhythmisieren. Während die Risalite vertikale Akzente schaffen, entsteht durch die Binnengliederung der übrigen Fassadenabschnitte ein horizontaler Ausgleich. Der Einsatz unterschiedlicher Materialien und deren Farbgebung sind weitere markante Gestaltungsmerkmale.

Der Name

Die Wohnhausanlage liegt an der seit 1894 so benannten Linzer Straße, der alten Poststraße von Wien Richtung Westen nach Linz, die bereits auf die Römerzeit zurückgeht. Davor hieß sie Poststraße, Hauptstraße und Landstraße.

Sanierung

von 1998 bis 1998

Die Wohnhausanlage wurde 1998 saniert. Durch die Erneuerung der Fenster und Türen konnten die Heizkosten für die Mieterinnen und Mieter, aber auch die Kohlendioxid-Belastung für die Umwelt gesenkt werden; außerdem wurde die Anlage an die Fernwärme Wien angeschlossen.

Architekten

Friedrich Fischer II - Friedrich Fischer (geb. 1940) studierte bei Rudolf Wurzer und Erich Boltenstern an der Technischen Universität Wien. Bereits während seines Studiums sammelte er praktische Erfahrungen beim Dombaumeister Stögerer. Sein Tätigkeitsschwerpunkt liegt auf dem Wohnhausbau von Ein- und Mehrfamilienhäusern.

Freie Lokale

Bild Art Größe Miete
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