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Rosentalgasse 15

Fakten

Rosentalgasse 15

Rosentalgasse 15, 1140 Wien

Baujahr: 1964-1966

Wohnungen: 103

Architekt: Hans Steineder

Weitere Adressen

Wahlberggasse 1-9, 1140 Wien

Steinböckengasse 8-10, 1140 Wien

Wohnen in Wien

In den 1960er-Jahren nahm der Wohnbau in Wien bis hin zum Wohnungsbauboom der 1970er-Jahre kontinuierlich zu. Die Grundlage dafür bildeten 1961 ein städtebauliches Konzept und ein Generalverkehrsplan von Roland Rainer. Der geplante U-Bahn-Bau sowie die Erschließung bisheriger Randgebiete nördlich der Donau förderten diese Entwicklung. Besonders am südlichen und östlichen Stadtrand gab es Grundstücke zu günstigen Preisen, auf denen neue große Wohnviertel geschaffen wurden. Die neue Fertigteilbauweise mit vorgefertigten Betonelementen erlaubte es, in kurzer Zeit ganze Stadtteile neu zu errichten.

Geschichte

Die Wohnanlage liegt nahe dem Dehnepark am Rosental mit dem gleichnamigen Bach. Am Osthang des Rosentals begann um 1900 die Schrebergartenbewegung in Wien, deren Siedlerhäuser diese Gegend noch heute prägen. Die Anlage wurde "auf der grünen Wiese" errichtet, da die Gegend Raum für eine großzügige Bebauungsweise bot, wie sie damals für den Siedlungsbau gefordert wurde.

Die Architektur

FSDie auf einem Abhang errichtete Wohnanlage fällt besonders durch ihre landschaftlich idyllische Lage auf. Die Anlage besteht aus fünf Häuserzeilen, die locker und parallel zum Hang angeordnet sind. Die Freiflächen sind als Grünanlagen gestaltet. Die geländebedingt drei- bis zweigeschoßigen giebelständigen Baukörper mit umlaufendem Kranzgesims fallen durch ihr bodenständiges Erscheinungsbild auf. Das wesentliche Gestaltungsmittel bildet der raue Verputz: die Giebelfronten und Fassaden sind durch verschiedenfarbigen Putz nach klassischen Gliederungsprinzipien regelmäßig gestaltet. Alle Ansichtsflächen über dem Haussockel sind gerahmt und durch lisenenartige Putzfelder unterteilt.

... und die Kunst

Von Ernst Schrom stammt die "Sonnenuhr" aus dem Jahr 1964/65. Das aus glasierten Keramikplatten bestehende Bild stellt verschiedene Berufe dar wie einen Hirten, Bauer, Winzer und eine Holzsammlerin.

Der Name

Die Wohnanlage liegt an der Rosental- und Steinböckengasse, die seit 1894 bzw. 1911 nach ehemaligen Flurnamen benannt sind. Die Wahlberggasse erinnert seit 1934 an den Juristen und Professor für Strafrecht Wilhelm Emil Wahlberg (1854-1889).

Prominente Bewohner

In den 1970er-Jahren wohnte der SPÖ-Politiker Peter Schieder (geb. 1941) in der Rosentalgasse 15. Schieder war von 1970-1973 und 1984-2006 im Nationalrat sowie von 1973-1984 im Wiener Stadtrat.

Sanierung

von 1998 bis 1998

Die Wohnhausanlage wurde 1998 saniert. Neben der Neudeckung des Daches umfassten die Arbeiten auch die Erneuerung der Fenster und Türen. Dadurch konnten die Heizkosten für die Mieterinnen und Mieter, aber auch die Kohlendioxid-Belastung für die Umwelt gesenkt werden.

Architekten

Hans Steineder - Hans Steineder (1904-1976) studierte an der Akademie der bildenden Künste in Wien bei Peter Behrens. Für seine Entwürfe erhielt er als Student zahlreiche Preise und Auszeichnungen. Nach dem Studium war er als freischaffender Architekt vor allem im Bereich Schul- und Wohnbau tätig. Nach dem Zweiten Weltkrieg plante er zahlreiche Wohnbauten für gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaften und für die Gemeinde Wien, darunter die Wohnhausanlagen Rosentalgasse 15 in Wien 14 (1964/66) und Lichtentaler Gasse 16-18 in Wien 9 (1973/75).

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