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Hütteldorfer Straße 252

Fakten

Hütteldorfer Straße 252

Hütteldorfer Straße 252, 1140 Wien

Baujahr: 1969-1971

Wohnungen: 56

Architekt: Stefan Karabiberoff

Weitere Adressen

Ernst-Bergmann-Gasse 2, 1140 Wien

Wohnen in Wien

In den 1960er-Jahren nahm der Wohnbau in Wien kontinuierlich zu. Die Grundlage dafür bildete 1961 ein städtebauliches Konzept von Roland Rainer. Besonders am südlichen und östlichen Stadtrand gab es Grundstücke zu günstigen Preisen, auf denen neue große Wohnviertel geschaffen wurden. Die neue Fertigteilbauweise mit vorgefertigten Betonelementen erlaubte es, in kurzer Zeit ganze Stadtteile neu zu errichten.

Geschichte

Die Wohnanlage wurde auf einem brach liegenden Grundstück am äußeren Ende der Hütteldorfer Straße errichtet. Früher befanden sich an dieser Stelle Felder und Wiesen.

Seit Beginn des Ausbaus des ehemaligen Feldwegs zur Hütteldorfer Straße im Jahre 1864 war dieser Bereich im Bezirksteil Oberbaumgarten nur punktuell verbaut worden.

Die Architektur

Die auf einem stark ansteigenden Grundstück errichtete Wohnanlage gliedert sich in einen lang gestreckten Trakt an der Hütteldorfer Straße, der geländebedingt drei bis vier Geschoße umfasst, und einen parallel dazu angeordneten Trakt aus drei leicht versetzten, zwei- bis dreigeschoßigen Baublöcken im rückwärtigen Teil. Die Flächen zwischen den Wohntrakten sind als Garten gestaltet. Die Anordnung und Gliederung der Baukörper sowie deren Architektur sind typisch für den sachlich-nüchternen Wohnhausbau der späten 1960er-Jahre. Die Fassaden sind durch Fenster regelmäßig gerastert, wobei sich die Fenstergröße nach der Funktion der dahinter liegenden Räume richtet. Zur Straße beleben Geschäftslokale die Erdgeschoßzone. Die nach Süden gerichteten Loggien erweitern die Wohnungen. Die Stiegenhäuser sind am Außenbau an der vertikalen Anordnung von Hauseingang und Stiegenhausfenstern zu erkennen.

... und die Kunst

Eine Skulptur aus Carraramarmor von Fritz Pilz aus dem Jahr 1969/71 an der Hütteldorfer Straße stellt eine "Sonne" dar. Von Ilse Pompe stammt die Spielplastik "Lustiger Baum" aus Kunststein mit Mosaik (1969/70) im Garten der Anlage.

Der Name

Die Wohnanlage liegt an der Hütteldorfer Straße, deren Name seit 1881 an den alten Vorort Wiens erinnert. Der Name "Hütteldorf" leitet sich von einer Familie desselben Namens ab (1260 wird ein Ulrich de Hittendorf erwähnt, seine Nachkommen schrieben sich Hüttendorf, erst 1688-1742 wird eine Familie der Hütteldorfer genannt).

Architekten

Stefan Karabiberoff - Stefan Karabiberoff (1913-1977) studierte von 1942 bis 1948 Architektur an der Technischen Hochschule Wien, wo er 1950 mit der 2. Staatsprüfung abschloss. Für die Gemeinde Wien entwarf er unter anderem die Wohnhausanlage Hütteldorfer Straße 252 in Wien 14 (1969-1971) und war in Arbeitsgemeinschaften an den Entwürfen zur Anlage Jedleseer Straße 77 in Wien 21 (1963-1965) und zum Karl-Wrba-Hof in Wien 10, Sahulkastraße 3-5 (1972-1982), beteiligt.

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