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Allgemeines über Sanierung

Aktuelles Sanierung und Initiativen Allgemeines über Sanierung
Illustration eines Handwerkers im blauen Arbeitsanzug und mit roter Kappe am Kopf. Er hockt neben einem Heizkörper und schraubt mit einer Zange am Rohr.

Was versteht man unter Sanierung?

Bei einer Wohnhausanlage gibt es ständig etwas zu tun. Das beginnt bei kleinen Dingen, wie einer kaputten Glühbirne oder einer undichten Regenrinne, und geht hin bis zu Arbeiten am Dach oder der Hausfassade.
Kommt eine Wohnhausanlage in ein bestimmtes Alter, macht es Sinn, diese zahlreichen anstehenden Erneuerungs- und Modernisierungsarbeiten in einer Sanierung zusammenzufassen.
Mit einer Sanierung wird die Wohnhausanlage also umfassend erneuert und modernisiert.

Wie funktioniert eine Sanierung?

Folgende Phasen des Sanierungsprozesses sind für Mieter*innen teilweise sichtbar:

  • Gebäudeanalyse
  • Ausführung der Sanierung
  • Übernahme


Eine Sanierung kann – je nach Aufwand – von der ersten Bestandsaufnahme für eine Sanierung bis zum Projektabschluss 7 bis zu 12 Jahre dauern.

Der Fokus liegt auf dem technischen Zustand der Wohnhausanlage. Dieser wird alle drei Jahre von Wiener Wohnen erfasst und bewertet.

Im Vorfeld werden aber auch viele weitere Fragen geklärt, wie zum Beispiel:

  • Welche Bauarbeiten müssen durchgeführt werden, um die Wohnhausanlage auf den heute üblichen Stand der Technik zu bringen?
  • Gibt es zahlreiche anstehende Erneuerungs- und Modernisierungsarbeiten, die in einer Sanierung zusammengefasst werden könnten?
  • Ist ein Ausbau des Dachgeschoßes möglich, um zusätzliche Wohnungen zu schaffen?

Kosten
Die Kosten für eine Sanierung sind ganz unterschiedlich und hängen von der Größe des Gemeindebaus und den geplanten Sanierungsmaßnahmen ab. Eine kleine Wohnhausanlage mit 40 Gemeindewohnungen wird vermutlich weniger Aufwand erfordern als die Sanierung einer großen Wohnhausanlage mit über 600 Gemeindewohnungen.

Finanzierung
Eine Sanierung finanziert sich über die Mietrücklagen der Wohnhausanlage sowie durch die laufenden Mietzinseinnahmen. Darüber kann Wiener Wohnen – wie auch andere Hauseigentümer*innen auch – um Fördermittel bei der Stadt Wien ansuchen.


Sollten sich die Kosten für die Sanierung trotz Mieteinahmen und Fördermittel nicht komplett decken lassen, kann die unabhängige Schlichtungsstelle – nach genauer Überprüfung – eine vorübergehende Mietzinsanpassung für alle Mieter*innen beschließen.

Phasen einer Sanierung

1
  • Grundlagen zur Sanierung ermitteln
  • Interne Vorarbeiten z.B. Konzepte, Zeit- und Finanzierungsplan erstellen
2
  • Was soll saniert werden?
  • Zustandserhebung und Bestandsaufnahme schadhafter Bauteile bzw. notwendiger Sanierungsmaßnahmen
  • Wie soll saniert werden? z.B. Sockelsanierung, Erhaltungsarbeiten, Thewosan-Sanierung (das ist die Kombination von thermischen und energetischen Sanierungsmaßnahmen)
  • Entscheidung für eine Variante
3
  • Erstellung von Plänen
  • Budgetbedarf
  • Einreichung bei Behörden
  • Baubewilligungsverfahren
  • Förderverfahren
  • Schlichtungsstellenverfahren
  • Erstellung der Ausführungspläne und -details
  • Erstellung von Ausschreibungsunterlagen
  • Durchführung von Vergabeverfahren nach dem Bundesvergabegesetz
  • Vergabe der Bauleistungen und Dienstleistungen rund um die Sanierung
4
  • Mieter*innen-Information
  • Mieter*innen-Versammlung
  • gegebenenfalls Beweissicherung
  • Detailzeitplan
  • Beginn der Sanierung
  • Meldung des Baubeginns
  • Ausführungsarbeiten
  • Örtliche Bauaufsicht
5
  • Übernahme der Sanierungsarbeiten
  • Mängelbehebung
  • Schlussrechnung
  • Meldung der Fertigstellung
  • Endabrechnung (Bauleistungen, Förder- und Mietzinserhöhungsverfahren)
  • Übergabe in den laufenden Betrieb

So läuft eine Sanierung des Gemeindebaus ab

Foto einer Person vor einem Gemeindebau, der aktuell saniert wird