07. September 2026
Anlässlich der Erinnerung an die Reichspogromnacht am 8. November gibt es im Rabenhof einen halbszenisch gestalteten Theaterabend. Das Stück "Wenn wir doch wieder Menschen wären" erinnert an die Mieter*innen, die 1938 durch das NS-Regime aus Wiener Gemeindewohnungen wurden.
Durch Akten, Briefe, Niederschriften der Betroffenen wird ihr Leben und individuelles Schicksal sichtbar gemacht. Nach dem Erfolg der Aufführung im letzten Jahr, gibt es heuer noch einmal die Möglichkeit die Aufführung zu besuchen:
Theaterabend im Rabenhof: "Wenn wir doch wieder Menschen wären"
- Wann: 8. November 2026, 20.00 Uhr
- Wo: Gemeindebautheater Rabenhof (Rabengasse 3, 1030 Wien)
- Ticket für die Aufführung sichern
Die Auszüge der aufrüttelnden und berührenden Zeitzeugnisse sind großteils erstmalig zu hören. Sie werden mittels Theaterszenen, Tanz, Video, Musik und Gesang umgesetzt und zeugen von den Wünschen, Illusionen, Ängsten, Nöten, der Verzweiflung und dem individuellen Umgang mit Ausweglosigkeit und Leid.
Die Texte basieren u. a. auf der jahrelangen Forschungsarbeit des Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (DÖW) im Auftrag von Wiener Wohnen.
Projekt: Der Gemeindebau in der NS-Zeit
2025 hat sich das Ende des 2. Weltkriegs zum 80. Mal gejährt. Nach 80 Jahren – so die Forschung – beginnt das Vergessen, denn mit dieser Spanne ist das kollektive Gedächtnis begrenzt. Dem Vergessen entgegenzuwirken und die Erinnerung an die damals Vertriebenen und Ermordeten zu bewahren, wurde das Forschungsprojekt „Der Gemeindebau in der NS-Zeit - nie vergessen" umgesetzt.
Wiener Wohnen hat das Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstands (DÖW) mit der wissenschaftlichen Aufarbeitung der Geschichte der Wiener Gemeindebauten und ihrer Bewohner*innen während der NS-Zeit betraut. Die Schicksale dieser Menschen, die vom NS-Regime verfolgt, vertrieben oder enteignet wurden, sollten erforscht werden.