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Kampf Sport im Karl-Seitz-Hof

Betritt man das Gelände des Karl-Seitz-Hofes in Floridsdorf von der Engerthstraße aus, erreicht man nach ein paar Schritten eine Sporthalle, in der sich drei Turnhallen befinden. Seit 1973 trainiert hier der Verein Kampfsport-Center Floridsdorf. Heute wird hier Boxen und Karate unterrichtet.

Vereinspräsident Robert Schöberl war in seiner Jugend u.a. österreichischer Junioren-Staatsmeister und Junioren-Europameister im Karate. Heute trainiert er im Untergeschoss auf 150 m2 Anfänger im Boxen. Zuerst wird aufgewärmt: Springschnurspringen, Laufen und Dehnen, Sandsacktraining und dann geht´s los. Die Boxhandschuhe werden geschnürt, die Füße und Hände werden in Position gebracht, Schläge angetäuscht und Fäusten ausgewichen. Das Adrenalin im Raum und die Schweißperlen auf den Stirnen steigen.

Einen Stock höher trainiert die Karate-Klasse in einer mit roten Matten ausgelegten Halle. An der Wand hängen Bilder von Karate Meistern und Abbildungen von Schlagtechniken. Der 24-jährige Mario Molik unterrichtet hier seine SchülerInnen. Er selbst hat als 20.jähriger hier im Karl-Seitz Hof auf der 2er Stiege gewohnt. Nach dem Training besucht er öfter seine Oma, die auf der 1er Stiege wohnt.

In Marios Karate-Training wird auch zuerst aufgewärmt. Danach beginnen die Partner-Übungen, wo er klare Anweisungen gibt: „Wir geben uns die innere Hand, Schulterbreite, Stand, leicht Knie gebeugt und versuchen den Partner aus dem Gleichgewicht zu ziehen – Wer umfällt, hat verloren!“ – Gewusel im Saal. Die Fäuste, Handkanten und Füße wirbeln durch die Luft und auf die Gegner im Turnsaal, eine Stunde lang, bevor es wieder ruhig in den Turnhallen wird und die Karate und Boxhoffnungen von Floridsdorf entspannt den Karl-Seitz-Hof wieder verlassen.

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