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Gruber geht - Gedreht im Gemeindebau

Es ist ein sonniger Tag, der 1. April, im Gemeindebau in der Reinprechtsdorfer Straße 1C. Im Innenhof liegen Kabeltrommeln verstreut, ein roter PKW wird geparkt, eine Filmkamera wird justiert, Catering wird aufgebaut. Eine Mieterin öffnet das Fenster und ihr Blick auf das bunte Treiben scheint zu sagen „Was spielt sich da heut ab?“.

Heute ist der achte Drehtag der österreichischen Filmproduktion „Gruber Geht“, die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Doris Knecht, die Station in der Reinprechtsdorfer Straße macht. Regie führt Marie Kreutzer, die mit ihrem Spielfilmdebüt die Vaterlosen 2011 nationale und internationle KritikerInnen begeisterten konnte.

Heute wird eine Szene gedreht: Grubers Schwester, verkörpert von Doris Schretzmayer, bringt ihren kleinen Sohn in den Kindergarten. Währenddessen läutet ihr Telefon im Auto, ihre Tochter hebt ab und telefoniert mit ihrem Onkel Gruber.

Der Kindergarten im Hof des Gemeindebaus passt perfekt als Location, denn es war gar nicht so einfach einen Kindergarten in Wien zu finden, wo ein Auto relativ nahe zum Gebäude fahren kann, so die Regisseurin.

Doris Schretzmayer, die selbst Mutter eines Sohnes ist, hat als Grubers Schwester drei Kinder. Als Vorbereitung für ihre Rolle hat sie sich zwei Freunde von ihrem Sohn „ausgeborgt“ um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie man sich als Mama von drei Kindern fühlen könnte. Was Doris Schretzmayer an diesem Set gefällt, ist die gute Stimmung. „Hier verliert man keine Energie für Meinungsverschiedenheiten“, weiß die Schauspielerin, die schon an vielen verschiedenen Spielfilmen und Serien mitwirkte.

Die gute Stimmung überträgt sich auf die Crew-MitarbeiterInnen. Und so ist die Szene der drei Mädels im Auto, die mit ihrem Onkel Gruber telefonieren (der im Film von Manuel Rubey dargestellt wird) schnell im Kasten. Danach kommt Doris Schretzmayer in die Maske, sie erhält einige Anweisungen von Marie Kreutzer und bringt ihren Sohn in den Kindergarten. Die Klappe fällt. Die Regisseurin nickt. Klatschen. Ein erfolgreiche Drehtag geht zu Ende, die Kabeln werden wieder eingerollt, das Equipment verladen und die MieterIn schließt ihr Fenster wieder, nachdem das letzte Filmcrewmitglied den Innenhof der Reinprechtsdorferstraße 1C wieder verlassen hat.

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