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Gemeinthaibau-Restaurant

Die Küche erinnert sehr an ein Lokal in Thailand

Den besten Thailänder Wiens findet man im Ludo-Hartmann-Hof: das „Mamamon“. Wir haben der Besitzerin Piano Plabtong und ihrem Ehemann Jan Petersen beim Kochen über die Schulter geschaut.

Wenn man im 8. Bezirk die Albertgasse entlanggeht, herrscht in einem kleinen Restaurant im Gemeindebau reges Treiben. Im Mamamon sitzen Familien, Studenten, Pensionisten. Sie essen Curry, Hühnerspieße, Phat Thai und trinken dazu selbstgemachten Eistee oder thailändische Biere aus der Flasche. Diese Menschen wohnen nicht alle im Ludo-Hartmann-Hof, sie kommen aus der ganzen Stadt, um hier zu essen.

Die offene Küche mit brutzelnden Woks und der Geruch von Ingwer und Fischsoße erinnert an Lokale in Bangkok oder Chiang Mai und geben bereits einen Vorgeschmack auf die Speisen, die hier zubereitet werden. Man riecht und schmeckt, dass hier mit Liebe gekocht wird. Piano Plabtong hat ihr Restaurant nach ihrer Mutter Mon benannt. Sie stammt aus einer Gastrofamilie aus Songk-hla im Südosten Thailands und hat sich mit ihrem Mann, dem Schweden Jan Peterson, hier im Gemeindebau einen Traum erfüllt.

In Thailand war Piano mit ihren zwei Schwestern ein Popstar. Das Trio „Sis“ hatte zehn Platten auf einem Major-Label veröffentlicht und sehr viele Fans. Doch als sie ihren heutigen Ehemann kennenlernte, der damals für die Vereinten Nationen arbeitete und heute in der Flüchtlingsbetreuung für mehrere Organisationen tätig ist, veränderte das ihren Blick auf die Welt. Sie hing die Musikkarriere an den Nagel, folgte ihrem Mann nach Wien und ging ihrer zweiten Liebe, dem Kochen, nach.

„Wir hatten früher einen Stand am Donaukanal - das Lokal ist für uns der nächste Schritt – hier gefällt es uns und hier wollen wir bleiben“, so Jan Peterson. „Wir haben hier unsere kreative Freiheit und das lieben wir.“ Und das schmecken auch die Gäste. „Ich habe nur eine Chance, die Leute von meinen Speisen zu überzeugen!“, weiß Piano Plabtong. Und die nützt sie. Gekocht wird hier im „Mamamon“ das, was Piano aus ihrer Heimat vermisst. Mit frischen Zutaten nach Familienrezepten. Speisen, die nicht jeder Thailänder in Wien anbietet. Zum Beispiel eine hausgemachte Wurst aus fermentiertem Schweinefleisch, zubereitet auf thailändische Art, mit Curry – Jan Petersons Lieblingsspeise. Gesalzene Enteneier, Papaya-Salat oder in Bananenblätter eingewickelter Pangasius sind nur ein paar der hier angebotenen Köstlichkeiten.

Gerichte mit Geschichte Piano Plabtong ist es sehr wichtig, mit ihren Gästen zu plaudern. Sie erzählt gerne, welche Geschichte, hinter welchem Gericht steckt. Hier
fühlt man sich wohl, hierher kommt man gerne zurück. Und fühlt sich wie im Urlaub. Der einzige Unterschied zu Thailand: Vor dem Lokal traben keine Elefanten vorbei, sondern Pensionistinnen und Pensionisten mit ihren Hunden.

Mamamon Thai Eatery
Albertgasse 15
1080 Wien
Tel.: 01 9423155

 

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