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Filmarchiv im Gemeindebau

Das Wiener Filmarchiv der Arbeiterbewegung (WIFAR) befindet sich in einem Gemeindebau in der Wallensteinstraße 68 in Brigittenau. Was es dort für Raritäten und Schätze gibt, wissen aber die wenigsten. Reden von Bruno Kreisky auf alten Filmrollen, findet man hier ebenso wie seltene Filmaufnahmen aus dem Alltag der Menschen im Roten Wien.

Wenn man das von außen eher unscheinbare Geschäftslokal, über dem in roten Buchstaben auf einem Schild WIFAR thront, betritt, ahnt man nicht, was einem gleich ins Auge sticht: Diaprojektoren, eine Filmvorführmaschine aus dem Wallensteinkino, einem ehemaligen Kino hier im Grätzel, Revox-Band-Schneidegeräte, VHS-Kameras, alte Radios auf die wohl kein Begriff besser passt als Retro oder Vintage. Die Exponate, die hier zu sehen sind, sind wirklich alt, sehr alt und stammen aus Spenden, Nachlässen und Archiven. „Das Wifar gibt es seit 2001, um alte Film- und Tonaufnahmen, die ja meist leider nach 20 Jahren kaputt werden zu digitalisieren und zu archivieren. Der älteste Film den wir hier haben stammt aus dem Jahr 1923, ein Maiaufmarsch!“, weiß Thomas Hlinak, der hier als Archivar arbeitet und jeden Film, jede Kamera und jeden Winkel wie seine Westentasche kennt.

Schellakplattenspieler, Tondrahtabspielgeräte stehen hier auf Regalen neben einem alten Projektor und einer Sony Videokamera, neben der ein Film mit der Aufschrift „Kreisky privat!“ liegt. „Kreisky hat ja immer für seine Reden trainiert und das ist ein Film, wo er das tut.“, so der Archivar.

Die Eigenproduktionen des WIFAR, vor allem die Zeitzeugeninterviews, bieten die Möglichkeit weiteres Material zu archivieren. Diese Eigenproduktionen werden in öffentlichen Veranstaltungen zweimal pro Jahr einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt.

Von Hugo Portisch, der von hier Archivmaterial für seine Dokumentationen verwendete, bis hin zu Studenten und historisch interessierten Menschen, sind die Kundinnen und Kunden des WIFAR breit gefächert. Eines ist Ihnen aber gemeinsam: Das Interesse an der Wiener Geschichte und an den Menschen, die diese Geschichte mitprägten und auch heute noch mitgestalten.

Sehen Sie hier den spannenden Film von wien.at über das WIFAR

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