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Tag des Denkmals

Am 27. September, am Tag des Denkmals, haben Sie in ganz Österreich die einmalige Möglichkeit bei größtenteils freiem Eintritt einen Blick hinter die Kulissen von 230 denkmalgeschützten Bauwerken und Kunstdenkmälern zu werfen, die im Normalfall einer breiten Öffentlichkeit verwehrt bleiben. In Wien können Sie neben der Hofburg, dem MAK, den Sofiensäle oder dem Rathaus auch zwei Hotspots in Gemeindebauten ganz genau unter die Lupe nehmen: Das Metrokino im ersten Bezirk und das Museum im Waschsalon im Karl-Marx-Hof.

Wien steckt voller Geheimnisse, die Sie entdecken können

Unter dem Motto "Feuer und Flamme" steht dieses Jahr der Tag des Denkmals. In Wien öffnen 50 denkmalgeschützte Objekte ihre Pforten. Eines der vielen Highlights ist das umfassend umgebaute und erweiterte Metro Kino Kulturhaus mit seinem denkmalgeschützten historischen Kinosaal.

Am 1. Mai 1865 wurde die Wiener Ringstraße von Kaiser Franz Joseph I. feierlich eröffnet. Heuer feiert die Stadt Wien das 150 jährige Bestehen dieses Prachtboulevards mit zahlreichen Veranstaltungen und Ausstellungen, neben der Akademie der Bildenden Künste, dem MAK und dem Wien Museum findet auch im Gemeindebau eine Veranstaltung statt.

Im Museum im Waschsalon, werden in der Ausstellung "Die Ringstraße des Proletariats - Ein Gegenentwurf", auch die Schattenseiten dieser Zeit aufgezeigt. Etwa die widrigen Umstände, unter denen die „Ziegelböhm“ genannten Gastarbeiter während des Baus der Ringstraße leben und arbeiten mussten. Um für die arbeitende Bevölkerung Wiens leistbaren Wohnraum zu schaffen, errichtete das Rote Wien zwischen 1919 und 1933 insgesamt 380 kommunale Wohnbauten mit knapp 65.000 Wohnungen, von denen sich viele entlang des Margaretengürtels – der „Ringstraße des Proletariats“ befinden. Auch das Tschechische Zentrum Wien greift am Tag des Denkmals dieses Thema auf und zeigt eine Ausstellung und einen Dokumentarfilm zur Alltagsgeschichte der Wiener Ziegelarbeiterinnen und Ziegelarbeiter.

Allen unter Ihnen, die sich für Medien, speziell für Radio interessieren sei noch das Wiener Funkhaus in der Argentinierstraße sehr ans Herz gelegt. 1945 wurde das Gebäude durch Bombardements teilweise beschädigt und in den frühen 1980ern durch Gustav Peichl erweitert. Seit 1999 steht das Funkhaus unter Denkmalschutz. Die Führung kostet 10 Euro und es können maximal 30 Personen daran teilnehmen. Anmelden können Sie sich per Mail unter: office@azw.at oder telefonisch unter 01/5223115. Wir wünschen Ihnen viel Spaß dabei, Wien am Tag des Denkmals zu entdecken und Orte zu sehen, die Sie bis dato so nicht kannten!

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